Zusammenbruch

Seelenbeitrag Tag 17 Ehrlich gesagt weiß ich gerade gar nicht, wie ich anfangen soll. Es war hier über eine Woche still, was definitiv nicht so geplant war. Ich bin in dieser Woche körperlich und seelisch zusammengebrochen. Mein ganzer (Gedanken-)Stress hat sich genau dann entladen, als mein Körper schon geschwächt am Boden lag. Ich möchte gar nicht zu sehr ins Details gehen, weil das nicht wichtig ist, um Zusammenhänge zu verstehen. Spontane Veränderungen von Terminen. Pläne, die dadurch durcheinander geraten sind. Ängste vor körperlichen Symptomen. Eine starke Impfreaktion. Weitere Ängste. Dissoziation, Verzweiflung, Ohnmacht. Und zwischendurch immer wieder Aggression. Ein Hin und …

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Dunkle Tage

Es fühlt sich unheimlich gut an, wenn die Energie jeden Tag ein bisschen mehr zurückkommt. Wenn der Körper nach und nach die Erschöpfung loslässt. Und nicht mehr jede kleine Aufgabe wie ein unüberwindbarer Berg erscheint. In den letzten Tagen war es wieder einmal besonders schlimm. Die Woche fing mit einer heftigen Migräne an, die mich körperlich vollkommen ausgelaugt hat. Am Mittwoch erreichte ich dann den absoluten Tiefpunkt. Nichts ging mehr. Kein Antrieb, keine Freude, keine Motivation. Nachmittags habe ich mich noch bei ekligem Nieselregen zu einem Spaziergang aufgerafft. Entgegengesetztes Handeln. Doch dieses Mal half es nicht. Durchgefroren endete ich auf …

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Wie die Zeit vergeht

Ich kann noch gar nicht glauben, dass es bald schon November sein soll. Da ist Weihnachten nicht mehr weit und wieder ein Jahr vorüber. Ein Jahr, von dem ich mir ‚mehr‘ erhofft hatte. Ein Jahr, was ein ‚mehr‘ an Veränderung bringen sollte. Wahrscheinlich werde ich erst im Rückblick begreifen, welche Art von Veränderung bereits geschehen ist. Gerade bin ich eher hoffnungslos. Seit 9 Wochen in der Klinik – 9 Wochen, die ewig lang und gleichzeitig zu kurz erscheinen. Auf den Platz habe ich so sehnsüchtig gewartet – auf die Chance mit meiner Bezugstherapeutin an das letzte Jahr anknüpfen zu können. …

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Heimkommen

Ich bin schon einige Tage wieder zu Hause und so ganz langsam gewinne ich meine Stabilität zurück. Die Nächte sind erholsam, denn ich kann endlich schlafen. Die irrationalen Ängste vor der Nacht, die ich in der Klinik entwickelt hatte, sind zum Glück auch verschwunden. Und damit auch die Angst vor der Angst! Die letzten beiden Wochen in der Klinik waren schwer. Ich hatte einen emotionalen Zusammenbruch. Es ging mir von Tag zu Tag schlechter. Ich fing urplötzlich an zu weinen, ohne dass es mich entlastet hätte. Ich war total unruhig und habe es an keinem Ort mehr ausgehalten. Raus aus …

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Zerbrochen

Mein Aufenthalt fühlt sich gerade einfach ungut an. In mir ist das Gefühl ‚allein gelassen‘ zu werden und als gestern eine bestimmte Grenze überschritten war, haben mich die Gefühle überrannt: Schmerz, Enttäuschung, Traurigkeit, Verzweiflung, Wut. Ich habe so viel geweint wie lange nicht. Und es ist gut, dass ich weinen konnte, auch wenn es sich noch schrecklicher anfühlt, als keine Gefühle zu haben. So existenziell. Ich verliere in solchen Momenten den Blick für die ‚reale‘ Welt. Alles erscheint unabwendbar, alte Muster übernehmen und in mir schreit es nach Flucht. Flucht aus der Klinik, Flucht vor dem Gefühlschaos, Flucht aus dem …

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Dunkle Schatten

Seit Weihnachten ist es hier ruhig geworden. Einen Jahresrückblick, wie auf so vielen anderen Blogs, gab es bei mir nicht – und wird es auch nicht geben. 2017 war einfach nicht mein Jahr. 2018 soll anders werden. Ich möchte meinen Selbstwert wiederentdecken, die Kraft haben, einen Aufbruch zu wagen und mir endlich selbst zu vertrauen. Bis zu meinem nächsten Termin bei meiner Psychiaterin bin ich im Krankenstand. Nur was ist danach? Meine Psychiaterin wird mich nicht ewig unterstützen, vor der Belastung auf der Arbeit wegzulaufen – meine Therapeutin sowieso nicht. Vermeidung und so… Ja, ich hänge gerade richtig durch. Keine …

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Gedankengänge einer Therapie

mich verlassen fühlen

Sie will nicht mit mir arbeiten Sie mag mich nicht mehr Sie möchte mich loswerden Sie nimmt mich nicht ernst Sie versteht mich nicht Ich fühle mich allein Ich fühle mich verlassen Ich fühle mich abgelehnt Ich bin doof, weil ich nicht reden kann Ich bin doof, weil ich die Zeit nicht nutze Ich bin doof, weil ich den destruktiven Anteilen zu viel Macht verleihe Ich bin durcheinander Ich bin überfordert  Ich will fliehen Ich sollte mich nicht so anstellen Mit absoluter Verzweiflung aus der Praxis gehen und weinen Mir geht es soweit in Ordnung. Ich muss mich nur erstmal …

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