Drei Schritte vor und einen zurück

Handwerker in der Wohung. Das ist ja überhaupt nicht mein Ding! Jedes Mal ein ungewolltes Eindringen in meinen sicheren, kontrollierbaren Bereich. Ist die Person einmal drin, legt sich bei mir ein Schalter um. Wie ein Chamäleon passe ich mich allem an und lasse zu, dass ich meine Bedürfnisse völlig ignoriere. Egal, was ich mir vorher vorgenommen habe, ich tu es einfach nicht. Aus Angst? Aus Scham? Aus Überforderung? Wenn ich dann auch noch zugeschwafelt werde oder die Person sich nicht die aktuellen Bestimmungen hält (Abstand, Maskenpflicht), wird es kompliziert. Die Anspannung steigt. Ich möchte nur noch fliehen. Oder den Handwerker …

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Es ist Januar

Die erste Woche des neuen Jahres ist schon vorbei und sie war ‚anders‘ als ich mir das vorgestellt es geplant hatte. Nachdem ich Weihnachten und Silvester im absoluten Gammelmodus verbracht habe, war ich froh, nun endlich wieder ein wenig Struktur in meinen Alltag zu bekommen. Mein Schlafrhyhtmus ist nämlich völlig dahin. Ich schlafe sehr spät ein und komme ohne äußere Verpflichtungen nicht aus dem Bett. Da kann ich mir den Wecker noch so oft stellen. Sobald er klingelt, scheiß ich drauf! Und dass ich nicht schon wieder um 23 Uhr einschlafen kann, wenn ich erst nachmittags aufgestanden bin, ist auch …

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Dilemma

Seelenbeitrag Tag 9 Mir fällt gerade auf, dass mein Neffe heute Geburtstag hat und ich ihn noch gar nicht angerufen habe. Um ehrlich zu sein, bin ich unsicher, ob ich ihn überhaupt anrufen soll. Eigentlich wollte ich nie eine Tante sein, die sich nicht für ihre Neffen interessiert. Aber durch die emotionale Distanz zwischen meinem Bruder und mir, ist auch die Beziehung zu seinen Kindern auf der Strecke geblieben. Und gerade der Kleinere der Beiden hat sich schon vor einigen Jahren mehr und mehr von mir abgewandt. Das tut weh – sicherlich auf beiden Seiten. Ich fühle mich schuldig. Dabei …

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Gratwanderung

Seelenbeitrag Tag 8 Es ist jedes Mal eine Gratwanderung. Da sein. Zuhören. Verständnis zeigen. Mitgefühl äußern. In der Theorie weiß ich, wie freundschaftliche Beziehungen funktionieren. Aber in meiner ganz eigenen Welt tänzel ich permanent zwischen den Anforderungen. Der innere Druck, da sein zu müssen. Der Drang, mein Gegenüber zu vermeintlich perfekten Handlungen zu bringen. Und mich selbst darüber zu vergessen. Unverständnis dominiert, genervt sein kommt dazu. Wo ist die Grenzlinie zwischen all meinen Worten? Wieviel bin ich bereit zu geben? Wieviel sollte ich geben? Und wie beschütze ich mich? Ich bin absolut ratlos und fühle mich wie ein soziales Desaster. …

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Die Welt aussperren

Gestern habe ich mich entschlossen, die Welt auszusperren. Das Handy offline zu nehmen. Die Verbindung zu kappen. Mit all der Unsicherheit und Angst, die so eine Entscheidung mit sich bringt. Mir war plötzlich alles zu viel. Und ich habe zu spät erkannt, dass ich wieder einmal über meine Grenzen gegangen bin. Alles fing damit an, dass ich mit ein paar Freundinnen Sprachnachrichten austauschte. Etwas völlig alltägliches. Wir sprachen über persönliche Probleme und Entscheidungen, die getroffen werden sollten. Eigentlich nichts Außergewöhnliches. Aber bei mir sprang, ohne dass ich es rechtzeitig erkennen konnte, mein Automatikmodus an. Ein altes, inneres Programm aus meiner …

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Abgeschlagen

Mich nervt es total, wie sehr mein Energielevel in den letzten Wochen schwankt. Fast wie bei einem kaputten Akku, der nach dem Aufladen gerade mal 80% anzeigt und nach der ersten Benutzung direkt auf 30% fällt. Gestern noch habe ich mich über einen Hauch an Motivation gefreut. Ich bin für einen Spaziergang im Park gewesen, habe die leicht wärmenden Sonnenstrahlen genossen und in der Gartenanlage aka Kleintierzuchtverein Tiere beobachtet. Die weiße Puschelmama (ein Seidenhuhn – einfach mal googlen) hat kleine süße Flauscheküken. Und nebenan waren die riesigen Laufenten am Start. Heute jedoch kam ich bis mittags nicht aus dem Bett. …

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Erstgespräch

Diese Woche hatte ich ein Erstgespräch bei einer Psychotherapeutin. Ich bin ja schon etwas länger wieder auf der Suche nach einem Therapieplatz, aber diese Praxis hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Umso erstaunter war ich, als vor zwei Wochen mein Handy mit unbekannter Nummer klingelte. Am anderen Ende war eine Psychotherapeutin und fragte, ob ich noch Interesse an einem Therapieplatz hätte. Natürlich habe ich das!! Nach dem Telefonat musste ich direkt online nach der Praxis suchen. Ich fand sie nämlich seltsamerweise gar nicht in meiner Auflistung der Praxen, bei denen ich auf der Warteliste stehe. Die Website erkannte …

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