Chaotische Ambivalenz

Seelenbeitrag Tag 15 Mich fuchst es gerade schon, dass ich einen Tag hinterherhinke, weil ich gestern nicht gebloggt habe. Dabei wollte ich dieses Projekt ja bewusst flexibel halten, um zu schauen, was es mit mir macht. Eins weiß ich ziemlich sicher. Mein Herr Kritiker mischt hier jeden Tag eine ganze Menge mit. Er hat mir gestern Abend noch ein richtig schlechtes Gewissen gemacht, so dass ich tatsächlich bis 22 Uhr überlegt habe, ob ich nicht doch schnell… ABER ich habe mich für die Ruhe entschieden – gegen den Stress und Druck! Und das ist völlig in Ordnung! Es ist nicht …

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Zerbrochen

Mein Aufenthalt fühlt sich gerade einfach ungut an. In mir ist das Gefühl ‚allein gelassen‘ zu werden und als gestern eine bestimmte Grenze überschritten war, haben mich die Gefühle überrannt: Schmerz, Enttäuschung, Traurigkeit, Verzweiflung, Wut. Ich habe so viel geweint wie lange nicht. Und es ist gut, dass ich weinen konnte, auch wenn es sich noch schrecklicher anfühlt, als keine Gefühle zu haben. So existenziell. Ich verliere in solchen Momenten den Blick für die ‚reale‘ Welt. Alles erscheint unabwendbar, alte Muster übernehmen und in mir schreit es nach Flucht. Flucht aus der Klinik, Flucht vor dem Gefühlschaos, Flucht aus dem …

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Kunterbunter Abschied mit einer Prise Traurigkeit

Abschied von der Psychotherapie

Diese Woche war es soweit: Meine vorerst letzte Sitzung bei meiner Therapeutin. Da ich vor zwei Wochen im Scherz zu ihr sagte, dass ich sie gerne in ihrer Praxis gefangen halten würde bis ihre Elternzeit vorbei ist, durfte ich dieses Mal sogar die doppelte Zeit nutzen. Es war ein unheimlich gutes Gefühl, ohne Zeitdruck in die Praxis gehen zu können. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber 50 Minuten sind jedes Mal viel zu schnell vorüber – meistens genau dann, wenn ich gerade noch ein wichtiges Thema anreiße. Natürlich war es mir ein Anliegen, über die Zeit ohne ihre therapeutische …

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Der freie Fall

… und zurück Die letzten Tage waren turbulent. Ich bin gefallen, eine dunkle Ewigkeit lang, während mir der Fallwind durch die Haare wirbelte. Ich war verzweifelt, konnte nichts tun, denn wenn du fällst, dann fällst du und fällst und fällst und wünschst dir einen Boden, der dich auffängt, egal wie schmerzhaft. Ich dachte es würde nie wieder enden, obwohl ich diese dunklen Tiefen kenne und es besser wissen müsste. Von jetzt auf gleich, nur ein Wimpernschlag von der Unendlichkeit entfernt, war da plötzlich ein Ende. Ich stand wieder auf festem Grund, versuchte, mich zu orientieren, konnte nichts sehen, während mich in …

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