Gedankenspirale

Seelenbeitrag Tag 7 Mein Kopf ist heute zum Glück schon wieder etwas klarer als gestern. Aber ich merke deutlich die Anstrengungen der letzten Tage. Ich bin wahnsinnig müde und erschöpft. Meine Gedanken fahren Achterbahn. Jede Entscheidung – und davon treffe ich an einem Tag echt unglaublich viele – wird solange gedreht und gewendet bis ich mir mit nichts mehr sicher bin. Immerhin habe ich es geschafft, einige wichtige Anrufe und E-Mails zu erledigen. All die Termine, vor denen ich seit Wochen davonlaufen, bin ich heute angegangen. Denn es ist wichtig, dass ich gut für mich und meinen Körper sorge! Selbst …

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Ruhe auf den billigen Plätzen

Ich bin echt froh, dass es mir heute wieder etwas besser geht und ich mehr Energie habe. Die letzten Tage war ich ziemlich erschöpft und konnte mich für nichts begeistern. Gestern Abend hatte ich einen starken Gefühlsausbruch, den ich immer noch nicht richtig zuordnen kann. Dazu kam die extrem laute Stimme meines leistungsfordernden Anteils (innerer Kritiker), der mir weismachen wollte, dass ich alles Liegengelassene der Woche nun aufholen und ausgleichen muss. Das ist so ein absolut beschissener Teufelskreis: die Kraft fehlt, der Fordernde schreit, der gesunde Erwachsene versucht zu verhandeln, die Kraft schwindet noch mehr. Je mehr ich emotional angekratzt …

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Faultier

Mir fällt es unglaublich schwer, meinen inneren Antreiber einfach mal ‚reden‘ zu lassen. Ihn zu ignorieren ist fast unmöglich, weil er perfekt darin ist, mit fiesen Schuldgefühlen anzugreifen. Immer MUSS ich funktionieren, soll ich mich nicht so anstellen und überhaupt schaffen das andere mit links. Es ist besonders kompliziert, sobald er mit dem Kritiker und dem Perfektionisten zusammenarbeitet. Wenn ich auf mich stolz bin, weil ich z. B. einkaufen war, serviert mir dieses Trio einen Berg an Aufgaben, die ich am gleichen Tag auch noch schaffen MUSS, um ‚wirklich‘ stolz sein zu dürfen. Irgendwas läuft da doch falsch! Einen Lösungsweg, den …

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Lebenszeichen

Ich bin hier auf dem Blog in letzter Zeit nicht wirklich aktiv. Am Montag habe ich in einer anderen Stadt bei einer neuen Arbeitsstelle angefangen. Das bedeutet jeden Tag ca. 15-20 Minuten länger pendeln zu müssen als bisher. Ich komme zwischen halb fünf und fünf nach Hause, relaxe kurz mit einem Kaffee, zieh meinen Sport durch oder schmeiß‘ den Haushalt, koche mein Abendessen und schaue noch ein paar Folgen irgendeiner Serie bevor ich mich wieder ins Bett begebe. Da bleibt wirklich wenig Zeit für Hobbies. Es gäbe genügend Themen, über die ich schreiben könnte – ein abgesagtes Wochenende bei meiner …

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Ich bin kein schlechter Mensch

Ich bin kein schlechter Mensch

„Was nehmen Sie aus dieser Sitzung heute mit?“ – erwartungsvoll schaut mich  meine Therapeutin an. Ich mag solche Fragen nicht, weil sie mir Druck machen. Druck unbedingt die Antwort geben zu müssen, die sie hören will. Obwohl es um meine Sichtweise geht. Dabei gibt es kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘. Nach kurzem Überlegen antwortete ich also: „Ich soll nicht immer alles so persönlich nehmen. Ich habe diese Woche trotz der vielen schwierigen Situationen gut überstanden. Hmmm…“ „Noch etwas?“ „Wie zum Beispiel?“ „In meinen Augen nehmen Sie etwas ganz Wesentliches mit. Sie sind kein schlechter Mensch!“  Das muss erstmal sacken. Im Grunde …

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Abgrenzung

Abgrenzung in der Depression

Seit ungefähr einem halben Jahr bin ich schon bei meiner neuen Arbeitsstelle. Ich komme langsam in dieser ‚erwachsenen‘ Berufswelt an, vor der ich mich ganz schön lange Zeit gefürchtet habe. Nach einem Jahr erfolgloser Arbeitssuche, habe ich es nun wirklich gut getroffen. Meine Chefs sind nett, stehen bei meinen Entscheidungen voll hinter mir und möchten mich auf lange Sicht behalten. Die Arbeit macht mir an den meisten Tagen Spaß – genau die richtige Mischung aus sozialer Arbeit und Büro. Eigentlich die perfekten Bedingungen! In den letzten Monaten gab es einige Personalwechsel, so dass sich auch mein Team im ständigen Wandel befand. Meine Kollegin …

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Körpersignale

Depressionen betreffen auch den Körper

Freitag – tief durchatmen – endlich Wochenende! … und gerade jetzt scheine ich eine Erkältung auszubrüten. Als hätte mir mein Körper in den letzten 3 Wochen nicht genügend Steine in den Weg gelegt. Obwohl, das ist vielleicht die falsche Betrachtungsweise, denn jedes meiner Wehwehchen hatte sicherlich auch irgendeinen Sinn. Seit geraumer Zeit leide ich vermehrt unter Kopfschmerzen. Vor ungefähr 2 Jahren hatte mich meine Psychiaterin schon einmal zur Computertomographie geschickt, aber bis auf ein paar verkalkte Areale in meinem ’smarten‘ Hirn, was wohl nicht weiter schlimm ist, wurde nichts gefunden. Die Schmerzen tauchen mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf – da …

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