Stress im Kopp

Ich mache mir mal wieder selbst viel zu viel (unnötigen) Stress. Diese Woche habe ich echt viele Termine, für die ich aus dem Haus muss. Volle Bahnen, volle Stadt – überall zu viele Menschen. Das kostet mich ne Menge Kraft. Und dann sitzt mir auch noch ständig mein Herr Kritiker im Nacken. Wegen des Haushalts… Heute nölt er schon den ganzen Tag herum. In der Küche fliegen die Krümel auf der Arbeitsplatte rum, der Boden ist voller Wasserflecke und das Bad müsste auch mal wieder geputzt werden! Was soll bloß die neue Betreuerin morgen denken? Mir ist klar, dass meine …

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Drei Schritte vor und einen zurück

Handwerker in der Wohung. Das ist ja überhaupt nicht mein Ding! Jedes Mal ein ungewolltes Eindringen in meinen sicheren, kontrollierbaren Bereich. Ist die Person einmal drin, legt sich bei mir ein Schalter um. Wie ein Chamäleon passe ich mich allem an und lasse zu, dass ich meine Bedürfnisse völlig ignoriere. Egal, was ich mir vorher vorgenommen habe, ich tu es einfach nicht. Aus Angst? Aus Scham? Aus Überforderung? Wenn ich dann auch noch zugeschwafelt werde oder die Person sich nicht die aktuellen Bestimmungen hält (Abstand, Maskenpflicht), wird es kompliziert. Die Anspannung steigt. Ich möchte nur noch fliehen. Oder den Handwerker …

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Gedankenspirale

Seelenbeitrag Tag 7 Mein Kopf ist heute zum Glück schon wieder etwas klarer als gestern. Aber ich merke deutlich die Anstrengungen der letzten Tage. Ich bin wahnsinnig müde und erschöpft. Meine Gedanken fahren Achterbahn. Jede Entscheidung – und davon treffe ich an einem Tag echt unglaublich viele – wird solange gedreht und gewendet bis ich mir mit nichts mehr sicher bin. Immerhin habe ich es geschafft, einige wichtige Anrufe und E-Mails zu erledigen. All die Termine, vor denen ich seit Wochen davonlaufen, bin ich heute angegangen. Denn es ist wichtig, dass ich gut für mich und meinen Körper sorge! Selbst …

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Ruhe auf den billigen Plätzen

Ich bin echt froh, dass es mir heute wieder etwas besser geht und ich mehr Energie habe. Die letzten Tage war ich ziemlich erschöpft und konnte mich für nichts begeistern. Gestern Abend hatte ich einen starken Gefühlsausbruch, den ich immer noch nicht richtig zuordnen kann. Dazu kam die extrem laute Stimme meines leistungsfordernden Anteils (innerer Kritiker), der mir weismachen wollte, dass ich alles Liegengelassene der Woche nun aufholen und ausgleichen muss. Das ist so ein absolut beschissener Teufelskreis: die Kraft fehlt, der Fordernde schreit, der gesunde Erwachsene versucht zu verhandeln, die Kraft schwindet noch mehr. Je mehr ich emotional angekratzt …

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Faultier

Mir fällt es unglaublich schwer, meinen inneren Antreiber einfach mal ‚reden‘ zu lassen. Ihn zu ignorieren ist fast unmöglich, weil er perfekt darin ist, mit fiesen Schuldgefühlen anzugreifen. Immer MUSS ich funktionieren, soll ich mich nicht so anstellen und überhaupt schaffen das andere mit links. Es ist besonders kompliziert, sobald er mit dem Kritiker und dem Perfektionisten zusammenarbeitet. Wenn ich auf mich stolz bin, weil ich z. B. einkaufen war, serviert mir dieses Trio einen Berg an Aufgaben, die ich am gleichen Tag auch noch schaffen MUSS, um ‚wirklich‘ stolz sein zu dürfen. Irgendwas läuft da doch falsch! Einen Lösungsweg, den …

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Lebenszeichen

Ich bin hier auf dem Blog in letzter Zeit nicht wirklich aktiv. Am Montag habe ich in einer anderen Stadt bei einer neuen Arbeitsstelle angefangen. Das bedeutet jeden Tag ca. 15-20 Minuten länger pendeln zu müssen als bisher. Ich komme zwischen halb fünf und fünf nach Hause, relaxe kurz mit einem Kaffee, zieh meinen Sport durch oder schmeiß‘ den Haushalt, koche mein Abendessen und schaue noch ein paar Folgen irgendeiner Serie bevor ich mich wieder ins Bett begebe. Da bleibt wirklich wenig Zeit für Hobbies. Es gäbe genügend Themen, über die ich schreiben könnte – ein abgesagtes Wochenende bei meiner …

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Ich bin kein schlechter Mensch

Ich bin kein schlechter Mensch

„Was nehmen Sie aus dieser Sitzung heute mit?“ – erwartungsvoll schaut mich  meine Therapeutin an. Ich mag solche Fragen nicht, weil sie mir Druck machen. Druck unbedingt die Antwort geben zu müssen, die sie hören will. Obwohl es um meine Sichtweise geht. Dabei gibt es kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘. Nach kurzem Überlegen antwortete ich also: „Ich soll nicht immer alles so persönlich nehmen. Ich habe diese Woche trotz der vielen schwierigen Situationen gut überstanden. Hmmm…“ „Noch etwas?“ „Wie zum Beispiel?“ „In meinen Augen nehmen Sie etwas ganz Wesentliches mit. Sie sind kein schlechter Mensch!“  Das muss erstmal sacken. Im Grunde …

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