Gänseblümchen der Woche #131

schöne Momente

Meine Highlights der letzten Woche – alles, was ich geschafft habe, worauf ich stolz bin und was mich ein wenig zufriedener hat fühlen lassen. Ich habe in mühevoller Arbeit alle möglichen Therapeuten mit Kassenzulassung aus den anliegenden Städten, die sich auch nur annähernd mit Borderline, DBT und/oder Schematherapie auskennen, aus dem Netz gefiltert und notiert. Einige habe ich schon per E-Mail angeschrieben, den Rest möchte ich in der telefonischen Sprechzeit erreichen. Ich bin zu mehreren Treffen (Pokémon Go Gruppe und Häkeltreff) gegangen, bei denen ich die Menschen vorher noch nicht kannte. Das hat mich zwar eine Menge Überwindung gekostet, aber …

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Einfach machen

Das könnte mein neues Motto werden oder auch entgegengesetztes Handeln (führt mich zum Ziel). Seitdem ich aus der Klinik entlassen worden bin, hat mich die Depression wieder ganz gut im Griff. Ich bin antriebslos, kann mich zu nichts motivieren und empfinde nur sehr wenig Freude. Umso wichtiger ist es, mich selbst zu aktivieren. Malen nach Zahlen für Erwachsene Es war einer dieser Sonntag, an denen ich mich zu gar nichts aufraffen konnte. Ich lag auf dem Sofa und war mit meinem Zustand so dermaßen unzufrieden, dass es mich noch schlechter fühlen ließ. Mir war klar, dass nur ich alleine es …

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Heimkommen

Ich bin schon einige Tage wieder zu Hause und so ganz langsam gewinne ich meine Stabilität zurück. Die Nächte sind erholsam, denn ich kann endlich schlafen. Die irrationalen Ängste vor der Nacht, die ich in der Klinik entwickelt hatte, sind zum Glück auch verschwunden. Und damit auch die Angst vor der Angst! Die letzten beiden Wochen in der Klinik waren schwer. Ich hatte einen emotionalen Zusammenbruch. Es ging mir von Tag zu Tag schlechter. Ich fing urplötzlich an zu weinen, ohne dass es mich entlastet hätte. Ich war total unruhig und habe es an keinem Ort mehr ausgehalten. Raus aus …

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Mir Gutes tun

Gerade bin ich vom Schwimmen hochgekommen und sitze jetzt mit einer Tasse Kakao auf dem Balkon meines Klinikzimmers. Um mich herum zwitschern die Vögel ihr Abendlied – so schön! Das Wochenende war anstrengend – ohne Antrieb, ohne Lust. Gespräche wurden mir zu viel. Ich konnte nicht folgen, wollte auch nicht. Am liebsten hätte ich absolute Stille im Speisesaal gehabt. Zum Glück waren heute viele Mitpatienten mit ihrem Besuch unterwegs, so dass mein Tisch relativ leer war. Trotz der Erschöpfung habe ich versucht, mir irgendwie etwas Gutes zu tun – Zeit für mich nehmen, ein Nickerchen machen, im Klinikpark spazieren gehen …

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Ankommen

Die ersten Tage in der Klinik Ich bin seit 2 Tagen in der Reha und versuche mich nun langsam einzugewöhnen. Die Tage Woche vor meiner Anreise war sehr stressig und ich bin an die Grenze meiner Kräfte gestoßen. Trotzdem habe ich alles noch rechtzeitig geschafft. Wahrscheinlich auch dank meiner frühen Planung mit Checkliste. Bullet Journal rules! Bereits in den ersten Stunden hier habe ich bemerkt, wie stark mich meine sozialen Ängste doch noch einschränken – die Angst vor Fehlern bzw. fehlerhaftem Verhalten und Bewertungen sitzt tief. Teilweise auch so versteckt, dass ich es gar nicht bewusst wahrnehme. Dazu kam mir …

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Wanted: Soziale Kontakte!

Keine soziale Isolation bei Depressionen

Am Samstag hatte ich seit Mitte Dezember das erste Mal wieder eine Therapiesitzung. Eigentlich wollte ich ein bestimmtes, durchaus unangenehmes Thema ansprechen, aber irgendwie erschien es mir ‚wichtiger‘ einfacher über die Zeit zu berichten, in der wir uns nicht gesehen hatten. Dabei lässt mir meine Therapeutin jedes Mal die Möglichkeit ein ‚eigenes‘ Thema einzubringen. Wir sprachen also über Weihnachten, den Besuch meiner Mutter, meine Krankheitsphasen und über die Arbeit. Augenscheinlich viel Redebedarf, aber vielleicht war es nur ein strategisches Vermeiden. Manchmal wünsche ich mir bei der Therapie mehr ‚bei mir‘ zu sein, mehr in ‚meinen Gefühlen‘ zu sein. Einfach hinschauen, ohne Angst …

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Ich bin depressiv, ich darf das!

Da mir das Thema Verantwortung während einer depressiven Phase immer wieder auf unterschiedliche Weise begegnet, würde ich gerne ein paar meiner Gedanken aufs virtuelle Papier bringen. Dürfen wir uns hinter unserer Depression verstecken?  Zum besseren Verständnis beginne ich mit einer ganz aktuellen Situation aus meinem Leben. Für heute hatte ich geplant mit einer (mittlerweile) Freundin aus der Selbsthilfegruppe zur Naturschutzjugend zu fahren, damit wir die verantwortliche Person für die Ehrenamtlichen kennenlernen können. Wir vereinbarten gestern Abend schon eine Uhrzeit (14 Uhr) und wollten heute noch einmal den genauen Treffpunkt abstimmen. Im Laufe des Vormittags schlug ich ihr einen für uns beide gut erreichbaren …

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