Drei Schritte vor und einen zurück

Handwerker in der Wohung. Das ist ja überhaupt nicht mein Ding! Jedes Mal ein ungewolltes Eindringen in meinen sicheren, kontrollierbaren Bereich. Ist die Person einmal drin, legt sich bei mir ein Schalter um. Wie ein Chamäleon passe ich mich allem an und lasse zu, dass ich meine Bedürfnisse völlig ignoriere. Egal, was ich mir vorher vorgenommen habe, ich tu es einfach nicht. Aus Angst? Aus Scham? Aus Überforderung? Wenn ich dann auch noch zugeschwafelt werde oder die Person sich nicht die aktuellen Bestimmungen hält (Abstand, Maskenpflicht), wird es kompliziert. Die Anspannung steigt. Ich möchte nur noch fliehen. Oder den Handwerker …

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Zerplatzte Hoffnung!?

Ich habe heute das erste Mal bewusst festgestellt, dass sich Sonntage irgendwie leichter anfühlen als der Rest des Wochenendes. Meistens gehe ich schon mit einem riesigen Überforderungsgefühl in den Samstag, weil mein innerer Kritiker mir Druck macht, alles aufholen zu müssen, was unter der Woche liegen geblieben ist. Totaler Bullshit! Und trotzdem sitzt es mir im Nacken. Während der Samstag sich elendig nach Versagen anfühlt, ist der Sonntag urplötzlich leichter. Befreiter. Flexibler. Selbst die Stimme des Kritikers ist leiser; so als hätte jemand die Lautstärke heruntergedreht. Es ist ein Durchatmen, Kraft tanken und neu Ausrichten. Den Fokus nach vorne – …

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In Bewegung

Mein letzter Beitrag ist schon wieder über drei Monate her. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Und Wahnsinn, was in dieser Zeit alles in Bewegung gekommen ist. Mit einigen wirklich schwierigen Entscheidungen, die ich am liebsten nach Außen abgegeben hätte. Seit Sommer habe ich endlich eine Therapie. Zwei Jahre des Suchens mit viel Angst, Frust und Enttäuschung sind zu Ende! Ich habe ein Jahr auf diese Frau gewartet, aber es scheint als habe es sich wirklich gelohnt. Auch wenn die äußeren Rahmenbedingungen nicht optimal sind – ich kann nur alle 2 Wochen einen Termin haben – ist die Entscheidung nach einem …

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Normalität

Seelenbeitrag Tag 18 Heute Mittag saß ich an meinem Schreibtisch und habe überlegt (Freudscher Versprecher am Start: überlebt), was mich gerade mehr belastet. Meine körperliche Verfassung oder meine Psyche. Natürlich kann ich das Eine nicht von dem Anderen trennen. Geht es mir körperlich schlecht, leidet auch meine Stimmung enorm. Und umgekehrt. Vor dem Wochenende war ich noch guter Dinge, dass es langsam wieder bergauf geht. Die Impfstrapazen waren überstanden und ich dachte, dass ich jetzt wieder ein wenig Planung in mein Alltagschaos bringen kann. Tja, zu früh gefreut. Pünktlich in der Mitte meines Zyklus meldete sich die Migräne. Und es …

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Chaotische Ambivalenz

Seelenbeitrag Tag 15 Mich fuchst es gerade schon, dass ich einen Tag hinterherhinke, weil ich gestern nicht gebloggt habe. Dabei wollte ich dieses Projekt ja bewusst flexibel halten, um zu schauen, was es mit mir macht. Eins weiß ich ziemlich sicher. Mein Herr Kritiker mischt hier jeden Tag eine ganze Menge mit. Er hat mir gestern Abend noch ein richtig schlechtes Gewissen gemacht, so dass ich tatsächlich bis 22 Uhr überlegt habe, ob ich nicht doch schnell… ABER ich habe mich für die Ruhe entschieden – gegen den Stress und Druck! Und das ist völlig in Ordnung! Es ist nicht …

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Wie die Zeit vergeht

Ich kann noch gar nicht glauben, dass es bald schon November sein soll. Da ist Weihnachten nicht mehr weit und wieder ein Jahr vorüber. Ein Jahr, von dem ich mir ‚mehr‘ erhofft hatte. Ein Jahr, was ein ‚mehr‘ an Veränderung bringen sollte. Wahrscheinlich werde ich erst im Rückblick begreifen, welche Art von Veränderung bereits geschehen ist. Gerade bin ich eher hoffnungslos. Seit 9 Wochen in der Klinik – 9 Wochen, die ewig lang und gleichzeitig zu kurz erscheinen. Auf den Platz habe ich so sehnsüchtig gewartet – auf die Chance mit meiner Bezugstherapeutin an das letzte Jahr anknüpfen zu können. …

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Erstgespräch

Diese Woche hatte ich ein Erstgespräch bei einer Psychotherapeutin. Ich bin ja schon etwas länger wieder auf der Suche nach einem Therapieplatz, aber diese Praxis hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Umso erstaunter war ich, als vor zwei Wochen mein Handy mit unbekannter Nummer klingelte. Am anderen Ende war eine Psychotherapeutin und fragte, ob ich noch Interesse an einem Therapieplatz hätte. Natürlich habe ich das!! Nach dem Telefonat musste ich direkt online nach der Praxis suchen. Ich fand sie nämlich seltsamerweise gar nicht in meiner Auflistung der Praxen, bei denen ich auf der Warteliste stehe. Die Website erkannte …

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