Mutig sein zahlt sich aus

in der Depression mutig sein

Meine erste Arbeitswoche ist geschafft! …und ich bin verdammt stolz durchgehalten zu haben!  Jetzt aber ganz von vorne… Am 10. Oktober war mein erster richtiger Arbeitstag nach einem Jahr Arbeitslosigkeit und teilweise frustrierender Stellensuche. Vor einigen Jahren habe ich nicht daran geglaubt, jemals an diesen Punkt in meinem Leben zu gelangen. Da erschien mir das ’normale‘ Arbeitsleben als ein Zustand, den ich keinesfalls erreichen werde. Und jetzt stand ich also pünktlich um 8 Uhr vor der Tür meines Chefs für meine erste richtige Stelle – nicht irgendein Nebenjob! Ich zerbrach mir vorher nicht einmal den Kopf, was alles Schreckliches passieren …

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Fuck you, life

Depressionen erdrücken

Vor einigen Tagen… Es lauert irgendwo in meinem Innern. Gut getarnt, so dass es nicht auf den ersten und auch nicht auf den zweiten Blick direkt sichtbar ist. Doch ich kann es fühlen – wie das Vibrieren der Gleise eine Ewigkeit bevor der Zug heransaust. Eine diffuse innere Anspannung und Nervosität – ähnlich eines Cover Up Tatoos. Du kannst es mit allem möglichen überdecken und trotzdem bleibt es für immer da. Heute brach die Verzweiflung endlich aus mir heraus. Ich schrie, weinte, schnappte nach Luft, schlug meine Hand gegen den Türrahmen meines Badezimmers, weil ich dachte diesen tiefen Schmerz anders …

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Abschied naht

Abschied in der Psychotherapie

Seit einigen Wochen taumle ich am Rande eines unfassbaren dunklen Abgrunds entlang. Hin und wieder stürze ich der endlosen Tiefe entgegen, konnte mich allerdings jedes Mal aus eigener Kraft abfangen. In den letzten Tagen frage ich mich jedoch, ob ich mich überhaupt noch festhalten möchte. Vielleicht ist das dunkle Nichts, welches mich am Ende dieses Abgrunds einhüllen wird, die bessere Lösung als Tag ein Tag aus, immerzu gegen all die Leere und Schwere anzukämpfen. Die Situation rund um meine Arbeit hat mich extrem ins Wanken gebracht. Nach 6 Monaten Arbeitslosigkeit zeichnete sich ein Lichtblick am Horizont ab, der so schnell …

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Die steinerne Mauer

Die Depression hält mich gefangen

Gestern war so ein Tag, an dem mich die Depression mal wieder richtig fest im Griff hatte. Schon beim Aufstehen bemerkte ich, wie meine Gedanken zu kreisen anfingen, so dass in meinem Kopf ohne mein Einverständnis eine richtige Party im Gange war. Es begann mit Grübeleien rund um die Situation mit meiner neuen Arbeitsstelle. Ich hatte in den letzten 2 Wochen zwei Mails an meine Chefin geschrieben, weil ich etwas Licht in die Unsicherheit bringen wollte. Sie hatte bereits am Dienstag vor, sich bei mir zu melden. Leider kam bisher keine Nachricht, so dass ich immer noch nicht weiß, ob es …

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Der freie Fall

… und zurück Die letzten Tage waren turbulent. Ich bin gefallen, eine dunkle Ewigkeit lang, während mir der Fallwind durch die Haare wirbelte. Ich war verzweifelt, konnte nichts tun, denn wenn du fällst, dann fällst du und fällst und fällst und wünschst dir einen Boden, der dich auffängt, egal wie schmerzhaft. Ich dachte es würde nie wieder enden, obwohl ich diese dunklen Tiefen kenne und es besser wissen müsste. Von jetzt auf gleich, nur ein Wimpernschlag von der Unendlichkeit entfernt, war da plötzlich ein Ende. Ich stand wieder auf festem Grund, versuchte, mich zu orientieren, konnte nichts sehen, während mich in …

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Woche für Woche, Tag für Tag

Es ist schon wieder eine Woche vorüber und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Im Moment versuche ich so viel wie mir möglich ist zu schaffen. Teilweise fühlt es sich an wie ein Rotieren im Nichts, ohne Erinnerungen, schwarzes Nichts. Bald ist auch schon wieder mein Geburtstag. Der könnte dieses Jahr gerne ausfallen. Jedes Mal, wenn ich Geburtstag habe, ist auch schon die Hälfte des Jahres vorbei. Das bedeutet die nächste Hälfte wird genauso schnell vorbeirauschen. Es fühlt sich an wie ein Kampf gegen die Zeit. Hänge ich in einer Midlifecrisis? Wobei ich bin ja noch nicht mal …

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Nicht von dieser Welt

Gestern Nacht erlebte ich einen unerträglichen Schmerz der Einsamkeit in meinem Inneren. Eine tiefgehende Trauer und Hoffnungslosigkeit – bis hin zur Verzweiflung. Einfach so, während die Welt da draußen ihren Lauf nimmt. Von Zeit zu Zeit frage ich mich, ob ich überhaupt Teil dieser Welt bin, denn ich fühle mich fremd. Ich lag also gestern Abend im Bett, hörte zum Einschlafen ein Hörbuch und durch eine sehr emotionale Passage überkamen mich die Gefühle. Von einem Moment auf den anderen spürte ich den Kloß im Hals, der sich vor dem Weinen ankündigt. Allerdings gewährte ich ihm nicht, sich aufzulösen – die …

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