An der Klippe

Ich bin gerade unheimlich froh, dass ich wieder etwas Kraft habe, um meinen Haushalt aufzuräumen. Denn mir geht es nicht gut. Und dass nicht erst seit gestern. Ich habe diese Krise kommen sehen, aber wollte sie nicht richtig wahrhaben. Schließlich weiß ich doch, wie man mit Krisen umzugehen hat – habe die nötigen Tools an der Hand. Und ja, ich kann mit vielen Situationen schon deutlich besser umgehen als früher. Ich erkenne meine alten Muster, steuere dagegen und versuche den gesundenen Erwachsenen zu stärken. Allerdings kostet es mich wahnsinnig viel Kraft. Kraft, die mir dann wiederum im Alltag fehlt. Für …

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Kein Zutrauen

Manchmal denke ich, dass ich ‚einfach‘ nur eine Entscheidung treffen und ins Handeln kommen muss, damit mein Leben anders wird – besser wird. Natürlich ist das zu kurz gedacht. Hinter jeder Entscheidung stecken Gefühle, Gedanken und vor allem Zweifel. Zweifel an der Entscheidung selbst und Zweifel an mir. Es gibt jedoch diese Tage, an denen ich voller positiver Energie eine Idee nach der nächsten entwickele. Ideen, die mich in genau diesem Augenblick total begeistern. Aber auch zu 99,99% niemals umgesetzt werden, weil sie am nächsten Tag schon wieder unwichtig geworden sind. Oder eher unvorstellbar?! Unerreichbar?! An Ideen mangelte es mir …

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Dunkle Tage

Es fühlt sich unheimlich gut an, wenn die Energie jeden Tag ein bisschen mehr zurückkommt. Wenn der Körper nach und nach die Erschöpfung loslässt. Und nicht mehr jede kleine Aufgabe wie ein unüberwindbarer Berg erscheint. In den letzten Tagen war es wieder einmal besonders schlimm. Die Woche fing mit einer heftigen Migräne an, die mich körperlich vollkommen ausgelaugt hat. Am Mittwoch erreichte ich dann den absoluten Tiefpunkt. Nichts ging mehr. Kein Antrieb, keine Freude, keine Motivation. Nachmittags habe ich mich noch bei ekligem Nieselregen zu einem Spaziergang aufgerafft. Entgegengesetztes Handeln. Doch dieses Mal half es nicht. Durchgefroren endete ich auf …

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Wie die Zeit vergeht

Ich kann noch gar nicht glauben, dass es bald schon November sein soll. Da ist Weihnachten nicht mehr weit und wieder ein Jahr vorüber. Ein Jahr, von dem ich mir ‚mehr‘ erhofft hatte. Ein Jahr, was ein ‚mehr‘ an Veränderung bringen sollte. Wahrscheinlich werde ich erst im Rückblick begreifen, welche Art von Veränderung bereits geschehen ist. Gerade bin ich eher hoffnungslos. Seit 9 Wochen in der Klinik – 9 Wochen, die ewig lang und gleichzeitig zu kurz erscheinen. Auf den Platz habe ich so sehnsüchtig gewartet – auf die Chance mit meiner Bezugstherapeutin an das letzte Jahr anknüpfen zu können. …

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Zerbrochen

Mein Aufenthalt fühlt sich gerade einfach ungut an. In mir ist das Gefühl ‚allein gelassen‘ zu werden und als gestern eine bestimmte Grenze überschritten war, haben mich die Gefühle überrannt: Schmerz, Enttäuschung, Traurigkeit, Verzweiflung, Wut. Ich habe so viel geweint wie lange nicht. Und es ist gut, dass ich weinen konnte, auch wenn es sich noch schrecklicher anfühlt, als keine Gefühle zu haben. So existenziell. Ich verliere in solchen Momenten den Blick für die ‚reale‘ Welt. Alles erscheint unabwendbar, alte Muster übernehmen und in mir schreit es nach Flucht. Flucht aus der Klinik, Flucht vor dem Gefühlschaos, Flucht aus dem …

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Dunkle Schatten

Seit Weihnachten ist es hier ruhig geworden. Einen Jahresrückblick, wie auf so vielen anderen Blogs, gab es bei mir nicht – und wird es auch nicht geben. 2017 war einfach nicht mein Jahr. 2018 soll anders werden. Ich möchte meinen Selbstwert wiederentdecken, die Kraft haben, einen Aufbruch zu wagen und mir endlich selbst zu vertrauen. Bis zu meinem nächsten Termin bei meiner Psychiaterin bin ich im Krankenstand. Nur was ist danach? Meine Psychiaterin wird mich nicht ewig unterstützen, vor der Belastung auf der Arbeit wegzulaufen – meine Therapeutin sowieso nicht. Vermeidung und so… Ja, ich hänge gerade richtig durch. Keine …

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Es geht vorbei

Seit ein paar Tagen herrscht in meinem Inneren ein emotionales Chaos. Mir fällt es schwer die richtigen Worte zu finden – wobei…ich habe viel mehr Angst die Worte nicht mehr einfangen zu können, wenn ich sie heraus lasse. Dafür meckert mein Rücken seit 2 Tagen mit Schmerzen. Ich versuche mir trotzdem Mut zu machen, damit die negativen Gedanken und der Wunsch „einfach zu verschwinden“ wieder davonziehen. „Hey“ von Andreas Bourani hilft mir ein wenig. Gestern Abend löste es einen Schwall an Tränen, die mir trotz emotionaler Schmerzen gut taten.