Um Hilfe bitten

Mir fällt es total schwer, um Hilfe zu bitten. Wenn es mir emotional schlecht geht, wünsche ich mir oft Hilfe von Außen. Nur meist weiß ich gar nicht, was ich genau brauche. Die kleine Annie träumt von einer ‚Mutter‘, die sie rettet, aber die große Annie weiß genau, dass nur ich selbst mir diese Mutter sein kann. Ich weiß jedoch noch nicht, wie das geht?! In der Reha habe ich mich zum ersten Mal getraut nach Hilfe zu fragen. Und irgendwie war es eine gute Erfahrung, denn dadurch baute ich nach und nach Vertrauen zu meiner liebsten Schwester aus der …

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Faultier

Mir fällt es unglaublich schwer, meinen inneren Antreiber einfach mal ‚reden‘ zu lassen. Ihn zu ignorieren ist fast unmöglich, weil er perfekt darin ist, mit fiesen Schuldgefühlen anzugreifen. Immer MUSS ich funktionieren, soll ich mich nicht so anstellen und überhaupt schaffen das andere mit links. Es ist besonders kompliziert, sobald er mit dem Kritiker und dem Perfektionisten zusammenarbeitet. Wenn ich auf mich stolz bin, weil ich z. B. einkaufen war, serviert mir dieses Trio einen Berg an Aufgaben, die ich am gleichen Tag auch noch schaffen MUSS, um ‚wirklich‘ stolz sein zu dürfen. Irgendwas läuft da doch falsch! Einen Lösungsweg, den …

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Einfach machen

Das könnte mein neues Motto werden oder auch entgegengesetztes Handeln (führt mich zum Ziel). Seitdem ich aus der Klinik entlassen worden bin, hat mich die Depression wieder ganz gut im Griff. Ich bin antriebslos, kann mich zu nichts motivieren und empfinde nur sehr wenig Freude. Umso wichtiger ist es, mich selbst zu aktivieren. Malen nach Zahlen für Erwachsene Es war einer dieser Sonntag, an denen ich mich zu gar nichts aufraffen konnte. Ich lag auf dem Sofa und war mit meinem Zustand so dermaßen unzufrieden, dass es mich noch schlechter fühlen ließ. Mir war klar, dass nur ich alleine es …

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Heimkommen

Ich bin schon einige Tage wieder zu Hause und so ganz langsam gewinne ich meine Stabilität zurück. Die Nächte sind erholsam, denn ich kann endlich schlafen. Die irrationalen Ängste vor der Nacht, die ich in der Klinik entwickelt hatte, sind zum Glück auch verschwunden. Und damit auch die Angst vor der Angst! Die letzten beiden Wochen in der Klinik waren schwer. Ich hatte einen emotionalen Zusammenbruch. Es ging mir von Tag zu Tag schlechter. Ich fing urplötzlich an zu weinen, ohne dass es mich entlastet hätte. Ich war total unruhig und habe es an keinem Ort mehr ausgehalten. Raus aus …

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Der Kern meines Seins

Es ist still geworden. Die Klinik fordert all meine Kräfte. Bei mir ist etwas ganz Wesentliches aufgebrochen. Etwas ist in Gang gekommen, was mich auf allen Ebenen berührt. Und doch bin ich noch da, kämpfe mich tapfer von Tag zu Tag und komme mir ein Stück weit immer näher. Ich bin froh, dass ich so mutig bin, genau hinzuschauen und diese Chance hier bekommen habe. Das Glück an so eine tolle Therapeutin zu gelangen. Mein Innerstes wurde wie ein Puzzle in 1000 Einzelteile gesprengt, damit es sich nun Stück für Stück wieder richtig zusammensetzen kann. Ich weiß, dass ich noch …

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Ankommen

Die ersten Tage in der Klinik Ich bin seit 2 Tagen in der Reha und versuche mich nun langsam einzugewöhnen. Die Tage Woche vor meiner Anreise war sehr stressig und ich bin an die Grenze meiner Kräfte gestoßen. Trotzdem habe ich alles noch rechtzeitig geschafft. Wahrscheinlich auch dank meiner frühen Planung mit Checkliste. Bullet Journal rules! Bereits in den ersten Stunden hier habe ich bemerkt, wie stark mich meine sozialen Ängste doch noch einschränken – die Angst vor Fehlern bzw. fehlerhaftem Verhalten und Bewertungen sitzt tief. Teilweise auch so versteckt, dass ich es gar nicht bewusst wahrnehme. Dazu kam mir …

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Lebenszeichen

Ich bin hier auf dem Blog in letzter Zeit nicht wirklich aktiv. Am Montag habe ich in einer anderen Stadt bei einer neuen Arbeitsstelle angefangen. Das bedeutet jeden Tag ca. 15-20 Minuten länger pendeln zu müssen als bisher. Ich komme zwischen halb fünf und fünf nach Hause, relaxe kurz mit einem Kaffee, zieh meinen Sport durch oder schmeiß‘ den Haushalt, koche mein Abendessen und schaue noch ein paar Folgen irgendeiner Serie bevor ich mich wieder ins Bett begebe. Da bleibt wirklich wenig Zeit für Hobbies. Es gäbe genügend Themen, über die ich schreiben könnte – ein abgesagtes Wochenende bei meiner …

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