Abschied naht

Abschied in der Psychotherapie

Seit einigen Wochen taumle ich am Rande eines unfassbaren dunklen Abgrunds entlang. Hin und wieder stürze ich der endlosen Tiefe entgegen, konnte mich allerdings jedes Mal aus eigener Kraft abfangen. In den letzten Tagen frage ich mich jedoch, ob ich mich überhaupt noch festhalten möchte. Vielleicht ist das dunkle Nichts, welches mich am Ende dieses Abgrunds einhüllen wird, die bessere Lösung als Tag ein Tag aus, immerzu gegen all die Leere und Schwere anzukämpfen. Die Situation rund um meine Arbeit hat mich extrem ins Wanken gebracht. Nach 6 Monaten Arbeitslosigkeit zeichnete sich ein Lichtblick am Horizont ab, der so schnell …

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Werd‘ endlich aktiv!

bei Depressionen aktiv werden

Jeder, der einmal in seinem Leben eine Depression hatte oder Menschen mit einer depressiven Erkrankung kennt, weiß wie erdrückend ein stinknormaler Tag sein kann. Das Bett erscheint als der friedlichste Ort der Welt. Alles andere wirkt total sinnlos! Gerade deshalb ist es umso wichtiger aktiv zu werden – so wenig machbar es sich auch anfühlen mag. Meine Therapeutin und ich arbeiten an diesem wichtigen Punkt. Ich soll in die Aktivität gehen – soziale Kontakte aufbauen, mit Freunden treffen, mich sportlich betätigen – auf gut Deutsch: Hintern hoch, Depression zu Hause auf dem Sofa lassen und raus in die Welt! An Ideen mangelt …

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Kleinigkeiten mit großer Wirkung

Manchmal werfen mich schon die geringsten Kleinigkeiten aus der Bahn. Ich fühle mich als wäre ich am Ende eines langen, finsteren Tunnels angelangt – mit dem Gesicht zur Wand, kein Ausweg, und hinter mir höre ich das böse, dunkle Monster in langsamen Schritten näherkommen. Letztes Wochenende! Ich war für den Samstag mit meinen Uni-Mädels zum Abendessen verabredet. Bereits am Vorabend kuschelte sich jedoch meine Depression an mich heran und schmeichelte mir mit ihren Worten. Wieso lasse ich mich bloß immer wieder von ihr einlullen? Ich war mir also gar nicht mehr sicher, ob ich die Verabredung überhaupt einhalten kann und will. Gründe, die dagegen sprechen sind auch …

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Verkriech dich

… NICHT! Verabredungen sind toll, Verabredungen machen Spaß, Verabredungen steigern die Laune, Verabredungen lassen uns weniger einsam fühlen, Verabredungen fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und unsere Kommunikationsskills – UND Verabredungen stressen mich enorm! Dabei ist es gleich, ob ich mich mit Familie, guten Freunden, entfernten Bekannten oder online Kontakten verabrede. Solange der Termin noch in weiter Ferne liegt, bin ich total begeistert. Ich plane aktiv mit, was wir machen könnten und freue mich sogar darauf. Selbst bei Treffen meiner FB Gruppe sage ich jedes Mal spontan zu. Solche Termine werden meist weit im Voraus ausgemacht. Das bedeutet für mich Sicherheit, denn ich …

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Bitte sprechen Sie nach dem Signalton … Piep! – Therapiesuche 2.0

… SCHWEIGEN Ich mag keine Anrufbeantworter. Deshalb vermeide ich es auf eben solche zu sprechen. Natürlich habe ich selbst einen und bin jedes Mal froh, wenn der Anrufer nicht direkt wieder auflegt, sondern mir mitteilt, was er denn von mir will. „Annie, du musst dir eine Therapie in deiner Stadt suchen!“ „Annie, jetzt nimm endlich das Telefon und trau dich!“ Ja, das muss ich wohl, wären da nicht diese Anrufbeantworter, die schon leise lauernd auf mich warten. Es ist für mich nachvollziehbar, dass die Telefone in einer Psychotherapiepraxis nicht dauerhaft besetzt sein können, damit ich auch jederzeit anrufen kann, ohne …

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Der Anfang vom Ende – oder auch die Odyssee meines Abschlusses

Die nächste große Herausforderung meines Lebens – meine Bachelor Thesis – steht vor meiner Tür, um höflich anzuklopfen. Wobei das nicht so ganz richtig ist. Eigentlich steht sie bereits seit einem Jahr vor meiner Tür, klingelt Sturm und lässt sich durch mein beharrliches Nicht-Öffnen auch nicht verjagen. Als ich im Sommersemester 2012 im zweiten Anlauf mit meinem Studium begonnen habe, war ich sehr motiviert dieses richtig schnell durchzuziehen. Ich kam gerade gestärkt aus den USA zurück und war mir mehr als sicher, dass ich es doch nochmal mit der sozialen Arbeit versuchen möchte. Auch wenn die Uni eine gewisse Art …

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