Bitte sprechen Sie nach dem Signalton … Piep! – Therapiesuche 2.0

… SCHWEIGEN Ich mag keine Anrufbeantworter. Deshalb vermeide ich es auf eben solche zu sprechen. Natürlich habe ich selbst einen und bin jedes Mal froh, wenn der Anrufer nicht direkt wieder auflegt, sondern mir mitteilt, was er denn von mir will. „Annie, du musst dir eine Therapie in deiner Stadt suchen!“ „Annie, jetzt nimm endlich das Telefon und trau dich!“ Ja, das muss ich wohl, wären da nicht diese Anrufbeantworter, die schon leise lauernd auf mich warten. Es ist für mich nachvollziehbar, dass die Telefone in einer Psychotherapiepraxis nicht dauerhaft besetzt sein können, damit ich auch jederzeit anrufen kann, ohne …

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Wie ich ein Stück von mir wiederfand

Heute genau vor 4 Jahren saß ich um diese Uhrzeit im Flugzeug nach Montana. Es war eine aufregende, lange Reise mit zwei Umstiegen innerhalb der Staaten. Das erste Mal bin ich ohne eine Reisebegleitung mit dem Flugzeug über den großen Teich unterwegs. Neben der riesigen Nervosität und Angst war ich auch verdammt neugierig, was mich dort wohl erwarten würde. Aber bevor ich von meinem Aufenthalt erzähle, möchte ich gerne auf die Vorgeschichte eingehen. Bevor ich in die USA gereist bin, hatte ich eine sehr turbulente Zeit mit vielen Hürden. Nachdem ich 2010 nach 13 Wochen aus der Klinik – kleine …

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Ist es zu viel verlangt … ?

Ich habe gerade zwei Postkarten zum Verschicken fertiggemacht – eine für meine beste Freundin und eine für eine Bekannte, die sich gerade in einer psychosomatischen Klinik befindet. Mir macht es unheimlich Spaß, kleine Überraschungen im Alltag zu verschicken. Freut sich der Empfänger, freue auch ich mich. Dadurch fühle ich mich ein Stück weit wahrgenommen. Postkarten sind heutzutage total außer Mode geraten. In der Welt von Smartphone und Internet wird lieber eine Nachricht über die sozialen Medien verschickt, um sich möglichst schnell und bequem mitzuteilen. In meinen Augen eine Entwicklung, die ich sehr bedaure. Mich freut es viel mehr, eine persönliche, …

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Der Anfang vom Ende – oder auch die Odyssee meines Abschlusses

Die nächste große Herausforderung meines Lebens – meine Bachelor Thesis – steht vor meiner Tür, um höflich anzuklopfen. Wobei das nicht so ganz richtig ist. Eigentlich steht sie bereits seit einem Jahr vor meiner Tür, klingelt Sturm und lässt sich durch mein beharrliches Nicht-Öffnen auch nicht verjagen. Als ich im Sommersemester 2012 im zweiten Anlauf mit meinem Studium begonnen habe, war ich sehr motiviert dieses richtig schnell durchzuziehen. Ich kam gerade gestärkt aus den USA zurück und war mir mehr als sicher, dass ich es doch nochmal mit der sozialen Arbeit versuchen möchte. Auch wenn die Uni eine gewisse Art …

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Hilfe, wo ist der nächste Notausgang?

Seitdem ich vor zwei Tagen meinen Blog begonnen habe, dreht sich mein Denken sehr häufig um dieses neue Projekt. Mir fiel heute auf, wie viel Zeit meines Tages ich mich gedanklich damit beschäftige, was ich hier als nächstes von mir preisgeben könnte. Es gäbe sehr vieles, was auf dem virtuellen Papier niedergeschrieben werden mag. Hauptsächlich Themen, die ich vernünftigerweise in eine Therapie einbringen müsste. Mir ist außerdem bewusst, dass ich nicht gleich mit einem endlosen Roman einsteigen kann, da dies wahrscheinlich nicht nur mich sondern auch meine Leser überfordern und auch verwirren würde. Eigentlich soll dies ja ein Projekt für …

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Der Himalaya beginnt vor meiner Wohnungstür

Der Himalaya ist eine 3000 km lange Gebirgskette zwischen Indien und dem Tibetischen Hochland. Unter anderem befindet sich dort der höchste Berg der Erde – der Mount Everest! Wenn ich mir die Ausmaße dieser Landschaft vorstelle, kann ich das gedanklich gar nicht richtig erfassen und begreifen, weil es überwältigend sein muss. So ähnlich geht es mir gerade mit meinem Leben. Ein riesiger Berg an Aufgaben, der bestiegen werden möchte. Nur genau wie bei einem Aufstieg auf den Mount Everest, kann ich nicht einfach blindlings losziehen und dazu von mir selbst noch erwarten den Gipfel jubelschreiend in Rekordzeit zu erreichen. Das …

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Meine Sonnenstrahlen

Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ob ich für mich einen Blog erstellen soll, in dem es um meine Sorgen, Nöte, Ängste, Zweifel, aber auch um meine Interessen und kleinen Freuden gehen soll. Seit einiger Zeit gehe ich gemeinsam mit der Diagnose „Depression“ meinen Lebensweg. Schreiben hat mir bisher immer geholfen zu mir selbst zu finden, mir gegenüber ehrlicher und offener zu sein. Mein Tagebuch habe ich trotzdem seit langer Zeit nicht mehr angerührt. Mir fehlt einfach die Motivation mich mit einem Stift hinzusetzen und meine Gedanken fließen zu lassen. Manchmal fühlt es sich an, als ob mein Stift einfach …

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