Hello again, depression

Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht, was gerade mit mir los ist. Mir fehlen sogar die Worte, mein Kopfgewusel niederzuschreiben. Tippen und löschen, tippen und löschen, tippen und … lächeln 😀 Meine Fresse, wie anstrengend ist es, immer diese scheiß-mega-freundlich-alles-ist-toll-Maske aufzuhaben. Versuchen wir es doch mal mit einer objektiven Betrachtungsweise. Körperlicher Zustand: Angeschlagen Seitdem ich letzten Dienstag meine leckere, frisch gekochte Linsensuppe mit Geflügelwürstchen eine Stunde nach dem Verzehr wieder an meine Toilette abgegeben habe, spinnt meine Verdauung. Leider konnte meine Ärztin weder etwas hören, noch ertasten. Psychosomatisch? Dazu kommt eine allumfassende Müdigkeit, die keinerlei Grenzen zu kennen scheint. Egal wie viel ich …

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Gedankenstress

negative Gedanken

„Was hast du für heute so geplant?“ „Geschirr spülen, durchsaugen, auf den Postmann warten, einkaufen, Sporteinheit, bloggen. Ich schaue, mal was ich heute auf die Reihe bekomme.“ „Das klingt nach einem entspannten Alltags-Tag.“ Entspannt? Ich empfinde es gerade als relativ stressig, selbst wenn die einzelnen Aufgaben nicht unbedingt viel Zeit in Anspruch nehmen. In meinem Kopf tanzt der Gedankenstress! DU MÜSSTEST MAL WIEDER Bettwäsche waschen Bett frisch beziehen Schlafzimmer entstauben Wohnzimmer aufräumen Bad putzen Mäusegehege säubern … und das ist nur die Liste für den Haushalt – weitere To Do’s nicht eingeschlossen. Mir ist natürlich bewusst, dass ich nicht alles …

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Ich bin depressiv, ich darf das!

Da mir das Thema Verantwortung während einer depressiven Phase immer wieder auf unterschiedliche Weise begegnet, würde ich gerne ein paar meiner Gedanken aufs virtuelle Papier bringen. Dürfen wir uns hinter unserer Depression verstecken?  Zum besseren Verständnis beginne ich mit einer ganz aktuellen Situation aus meinem Leben. Für heute hatte ich geplant mit einer (mittlerweile) Freundin aus der Selbsthilfegruppe zur Naturschutzjugend zu fahren, damit wir die verantwortliche Person für die Ehrenamtlichen kennenlernen können. Wir vereinbarten gestern Abend schon eine Uhrzeit (14 Uhr) und wollten heute noch einmal den genauen Treffpunkt abstimmen. Im Laufe des Vormittags schlug ich ihr einen für uns beide gut erreichbaren …

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Die Ambivalenz meiner Gefühle

„Was ist schlimmer für Sie? Sich bei Ihren Eltern zu melden oder sich nicht zu melden?„ Unsicher drücke ich mich tief in den schwarzen Ledersessel. Am liebsten würde ich zwischen Sitzfläche und Rückenlehne einfach ins Nichts abtauchen. In meinem Kopf rasen die Gedanken ihre Bahnen entlang, ein einziges Durcheinander. Nach einer gefühlten Ewigkeit sagte ich mit einem unsicheren Lachen auf den Lippen „Ich weiß es nicht…“ Sie ließ mir Zeit zu überlegen, aber egal wie ich es in meinem Kopf drehte und wendete, ich fand keine Antwort. Nervös knetete ich meine Finger, während in meinem Kopf die Gedanken fröhlich kreischend …

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Nebel im Kopf

Wie der Nebel über den Bergen, versperrt mir manchmal meine Depression die Sicht

Ein undurchdringbarer Nebel legt sich langsam über alle Gedanken. Eine graue, dichte Masse, die sich von innen heraus ausbreitet, bis sie an den äußeren Rand gelangt. Von dort sickert sie hinaus, an meinem Gesicht hinab, hüllt mich nach und nach ein. Die Gefühle werden diffus, kapseln sich ab, ich fühle mich eingewebt in eine Wolke – abgeschnitten von der Welt, völlig einsam und verloren. Ungefähr so ergeht es mir im Moment nach fast jeder Therapiesitzung. Ich kann nicht deuten, ob es ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. Jedenfalls brauche ich einen ganzen Tag, um zu mir selbst zurückzukehren – mich …

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