Im Park

Ich sitze hier gerade mit meinem Milchkaffee, knabbere seit langer Zeit mal wieder an Manner Waffeln und möchte gerne ein paar Eindrücke von meinem Spaziergang mit euch teilen. Die letzten beiden Tage war ich wegen meiner Migräne gezwungen, in meiner Wohnung zu bleiben. Danach drängt es mich jedes Mal aufs Neue nach Draußen. Und nachdem ich heute vormittag wirklich schwer aus dem Bett gekommen bin, weil ich letzte Nacht anstrengenden Müll geträumt habe, tat mir das Gehen heute besonders gut. Manchmal ist MACHEN doch besser als zu lange darüber nachzudenken!



Anfangs hatte ich noch Seelenmusik auf den Ohren (Two Steps from Hell – Dragon), aber als ich die Vögel selbst durch die Kopfhörer zwitschern hören konnte, mussten die Stöpsel raus! Das war ein Orchester, sage ich euch. Leider konnte mir BirdNET nicht wirklich verraten, welche Vögel da zu hören waren. Dafür war es zu windig. Den einzigen Vogel, den ich an seinem Gesang erkannte, war eine Taube. Aber auch nur, weil meine Mutter früher immer halb wahnsinnig geworden ist, wenn in unserem großen Tannenbaum vor dem Haus wieder gegurrt wurde. Keine Ahnung, wieso es sie so aufgeregt hat?! Achso, den Kuckuck kann ich noch bestimmen. Das ist jetzt auch nicht so schwer. Eher ihn mal in Aktion zu hören. Das erste Mal habe ich seinen Ruf vor drei Jahren in der Klinik mitbekommen. Meistens jedoch viel zu früh am Morgen 😉



Zurück zu meinem Spaziergang. Als ich inmitten des ganzen Gezwitschers weitergelaufen bin, fragte ich mich, ob Vogelgesang eine bestimmte Frequenz hat, die uns Menschen auf irgendeine Weise beeinflussen kann. Und wenn ja, was lösen dann einzelne Vogelarten mit ihrem Ruf in unserem Gehirn aus? Ob es darüber schon wissenschaftliche Untersuchungen gibt? Das fände ich nämlich wirklich spannend! Genauso spannend, wie die Vögel in den dicht belaubten Bäumen zu erspähen. Du hörst zwar, woher ihr Ruf kommt, aber finde mal den passenden Vogel dazu. Gar nicht so einfach! Und wenn ich dann doch mal Glück habe und mich langsam annähere, sind sie viel zu flink, um ein Foto zu machen. Deshalb habe ich hier kein Bild für euch. Allerdings kann ich vermelden, dass ich ein sehr junges Rotkehlchen und eine laut zwitschernde Amsel gefunden habe.



Meine liebste Bank im Park war heute auch wieder einmal frei. Schön von der Sonne angewärmt. Mein Popo dankt. Gerade im Frühjahr und Sommer sitze ich dort unheimlich gerne, um mich in Achtsamkeit zu üben. Sie steht etwas versteckt auf einem Hügel, so dass ich einen Teil des Parks gut überblicken kann und trotzdem nicht direkt gesehen werde. Überhaupt gelang es mir heute richtig aufmerksam im Hier und Jetzt zu bleiben. Da war der Duft blühender Büsche und Blumen, an denen flauschige Hummeln gierig nach Nektar suchten, der Wind, der mir wild durch die Haare wehte, das Gezwitscher der Vögel durchmischt mit fernen Autolärm und Kinderlachen und die warmen Strahlen der Sonne auf meinem Gesicht. Flauschige Hummeln mag ich übrigens am liebsten.



Habt ein schönes Wochenende! Und vllt. mögt ihr ja auch eine achtsame Runde im nächsten Park oder Wald drehen! Erzählt mir davon 🙂

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