Einmal anders

Seit meinem letzten Beitrag ist eine Menge Zeit vergangen. Und es fällt mir schwer, den Anschluss zu finden. Wobei ich gar nicht weiß, ob ich das wirklich möchte. Wieder mehr bloggen auf alle Fälle, aber den Anschluss finden?!

In meinem Leben verändern sich gerade einige wichtige Dinge. Und so gut es sich auch anfühlt, um so mehr entwachse ich alten Gewohnheiten. Hier gab es bisher hauptsächlich Themen rund um meine psychischen Erkrankungen, weil sie sehr lange Zeit im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit standen. In den letzten Monaten habe ich jedoch zunehmend bemerkt, dass ich der „Psychobubble“ langsam entwachse. Mein Leben besteht aus mehr als „nur“ depressiv zu sein oder Probleme mit der Gefühlsregulation zu haben. Ich möchte mutiger werden, um neue Menschen in meinen chaotischen, aber auch interessensgefüllten Alltag zu lassen. Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen, schon nach und nach aus alten Umgebungen zurückgezogen und mich neu orientiert. Da draußen gibt es nämlich tatsächlich auch Menschen, die ähnliche Interessen haben wie ich! Bisher hat mich nur meist meine Angst davor abgehalten, Neues auszuprobieren und Erfahrungen zu machen.

Da ist die (online) Rollenspielrunde, in die ich mich gerade einlebe. Da sind Menschen, mit denen ich auch über Themen außerhalb des ewig gleichen Psychokosmos reden kann. Und wisst ihr was?! Es fühlt sich unglaublich befreiend an! Auch wenn ich natürlich weiterhin meine Schwierigkeiten haben werde – soziale Interaktionen mit allen (un-)sichtbaren Nuancen sind mein Endboss – lohnt es sich!

Ich habe keinen Plan, wie es hier thematisch weitergehen wird. Mir fehlt die Freude, über das zu schreiben, was in meinem Kopf herum schwirrt. Ganz ohne Druck, etwas Bestimmtes abliefern zu müssen. Vllt. gelingt es mir, diese freudige Unbeschwertheit in kleinen Schritten wiederzufinden, in dem ich mich von all dem Erwartungsballast löse. Habt einen schönen Sonntag!

1 Gedanke zu „Einmal anders“

  1. Hey Annie 🙂

    Du beginnst einen neuen Lebensabschnitt, einen freieren. Und das ist verdammt gut. Ich freue mich für dich. Was den Blog angeht, setze dich nicht unter Druck. Erweitere ihn einfach um Themen abseits von Depression & Co. Und wenn du keine Vibes hast zu Bloggen, dann blogge eben nicht. Die Gesellschaft legt uns schon genug Zwänge auf, da müssen wir es nicht noch selber tun.

    Sei umärmelt 😉

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