Zusammenbruch

Seelenbeitrag Tag 17

Ehrlich gesagt weiß ich gerade gar nicht, wie ich anfangen soll. Es war hier über eine Woche still, was definitiv nicht so geplant war. Ich bin in dieser Woche körperlich und seelisch zusammengebrochen. Mein ganzer (Gedanken-)Stress hat sich genau dann entladen, als mein Körper schon geschwächt am Boden lag. Ich möchte gar nicht zu sehr ins Details gehen, weil das nicht wichtig ist, um Zusammenhänge zu verstehen.

Spontane Veränderungen von Terminen. Pläne, die dadurch durcheinander geraten sind. Ängste vor körperlichen Symptomen. Eine starke Impfreaktion. Weitere Ängste. Dissoziation, Verzweiflung, Ohnmacht. Und zwischendurch immer wieder Aggression. Ein Hin und Her der Gefühle. Erschöpfend!

Durch eine scheinbar (?) unkontrollierbare Situation, bin ich in ein altes, inneres Programm geraten, das ich irgendwann nicht mehr selbstständig steuern konnte. Es war wie ein Strudel, der mich unaufhörlich nach unten zog. Mein Kopf war blockiert – kein klares Denken mehr. Mein Körper zu schwach, um irgendetwas zu verändern. Und hinterher kam dann noch die Selbstverurteilung dazu. Vom jetzigen Standpunkt aus betrachtet, weiß ich, dass ich in der absoluten Hochanspannung war. Ich habe es nur nicht rechtzeitig kommen sehen und gehandelt.

Du hast doch schon so viel in deinen Therapien gelernt und solltest wissen, was du im Notfall machen kannst! Wieso tust du es denn nicht? Bist du zu blöd dafür? Willst du es vielleicht sogar gar nicht?!

Solche heftigen Momente sind glücklicherweise selten. Allerdings macht es das auch schwierig, einen neuen Umgang damit zu üben. Mir fehlen die ‚kleinen‘ Situationen im Alltag, an denen ich meine Fähigkeiten testen könnte. Ausprobieren – analysieren – verändern – festigen. Ob ich jemals an diesen Punkt kommen werde?

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