Der Kopf ist zu laut

Seelenbeitrag Tag 10

Es kam mir länger als eine Woche vor, seitdem ich das letzte Mal bei der Therapie gewesen bin. Aber es war tatsächlich nur eine Woche. Ich glaube das tägliche Schreiben lässt mich gerade an die Stellen in meinem Innern blicken, die ich im Alltag gerne übergehe oder wegdränge. Und es ist schon krass, was da alles zum Vorschein kommt!

Der Kopf ist laut – völliges Gewusel der Gedanken. Ich musste heute plötzlich an meine Modusaufstellung* denken. Wie chaotisch und achtlos meine einzelnen Innenanteile miteinander umgehen. Jeder hat irgendetwas zu melden. Und ich bin völlig überfordert, das Chaos einigermaßen zu ordnen. Da wundert es mich gar nicht, dass ich ständig erschöpft bin. Auch wenn der Kritiker schon wieder mault, dass ich mir andauernd neue Ausreden für meine ‚Faulheit‘ suche. Nee du, lieber Herr Kritiker, euer permanentes Kommentieren, Bewerten und gegenseitiges Niedermachen ist kaum NICHT auszuhalten!

Meine Feststellung des Tages: Ich ziehe aus einem 25-minütigen Telefonat mit meiner Ambulanzpyschologin mehr raus als aus einem 50-minütigen Gespräch mit der Übergangstherapeutin. Okay, der Vergleich ist vielleicht nicht ganz fair. Immerhin gehe ich seit drei Jahren zur Ambulanz. Die Therapeutin kennt mich gerade mal ein paar Monate. Meine Amb.-Psychologin hat es eben ‚einfach drauf‘, mich genau an der richtigen Stelle abzuholen. Und heute fühlte es sich an, als wäre ein Steinchen an seinen Platz gerutscht, ohne jedoch zu wissen, wo sein Platz eigentlich ist.

Dieser Text ist schief und krumm und mein Herr Kritiker ist dumm! 😎

*Modusmodell nach Jeffrey Young aus der Schematherapie

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