Spontaneität

Seelenbeitrag Tag 4

Jetzt musste ich doch tatsächlich googlen, wie man Spontaneität schreibt 😅

Ich bin gerade so arg müde, dass ich mich am liebsten ins Bett legen würde. Mein Tag war turbulent. Ein Mix aus Anspannung, Angst, Scham, Schuld, Erleichterung und eben Spontaneität. Und spontan sein ist für mich eine riesige Herausforderung. Quasi mein Endgegner! Es bedeutet, dass ich mein Pläne, die mir ja auch einen gewissen Halt geben, von jetzt auf gleich umwerfen muss. In meinem Kopf steht im wahrsten Sinne des Wortes alles Kopf! Stress, Hilfe, tatütata!!

Mal ganz abgesehen davon, dass mir mein lieber Herr Kritiker im Nacken sitzt, um mir vorzuhalten, was ich ‚alles wieder einmal nicht schaffe‘. Hey du Lutscher, dafür habe ich mir die volle Dröhnung Menschen und Schwüle gegeben! Da scheiß ich gerade echt auf eine saubere Küche! (Zumindest ein kleines bisschen)

Worauf ich allerdings absolut nicht scheiße: Ich bin wirklich stolz auf mich! Heute Morgen habe ich bei meiner Hausärztin angerufen und um Rückruf wegen meiner Blutwerte gebeten. Klingt einfach, isses aber nicht. In meinem Kopf wird selbst so ein kleiner Anruf ein ganz großes Ding.

Soll ich wirklich anrufen, obwohl noch gar keine telefonische Sprechzeit ist? Oder soll ich die Sprechzeit abwarten und dann anrufen? Nur was ist, wenn ich dann wieder keinen erreiche? Andererseits könnte ich echt nervig wirken, wenn ich mit allen Mitteln versuche, Fr. Dr. an den Apparat zu bekommen?! Ich habe ja auch schon am Mittwoch eine E-Mail geschrieben. Was für ein Aufriss!

Es war letztlich der Satz einer Freundin, der mich heute morgen mit der geballten Ladung Angst, Scham und Schuld hat anrufen lassen. „Weißt du, Annie, wir sind es uns selbst wert!“ Ja verdammt, ich darf für meine Bedürfnisse einstehen. Und für meine Gesundheit sowieso! Danke M. für den Stubser. Ich glaube ich brauche dringend noch eine Instruktionskarte mit diesem wertvollen Satz 😊

Ende vom Lied: Fr. Dr. rief mich zurück, meine Schilddrüse spinnt nach langer Zeit mal wieder (Hashimoto) und ich soll mein Medikament leicht erhöhen. Und damit ich schon am Wochenende mit der richtigen Menge an Schilddrüsenhormonen anfangen kann, hat sie das Rezept direkt in die Apotheke gegeben. Das ist wirklich freundlich, bedeutete aber auch eine spontane Planänderung. Statt den Berg an Geschirr wegzuspülen, fuhr ich also in einer stickig heißen Bahn in den übernächsten Stadtteil, umschiffte auf dem Weg zur Apotheke eine Menge Menschen und holte die Tabletten ab. Hoffentlich beruhigt sich damit auch mein Puls wieder. Zur Belohnung gabs einen Coffee Frappuccino mit Hafermilch. Schweineteuer, aber saulecker. Das war es mir wert!

Ich habe heute angefangen, eine Karte für meine Abendroutine zu basteln. Bisher steht nur die Vorderseite, aber die gefällt mir schon echt gut!

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