Mutmacher des Tages

Eine Kollegin hatte heute einen wahren Mutausbruch. Sie fragte mich, ob wir in der Mittagspause zusammen einen Kaffee trinken gehen, denn sie hätte ein wenig Redebedarf. Warum eigentlich nicht, dachte ich mir. Was sie dann tat, war wirklich ein großer Vertrauensbeweis. So offen und ehrlich mit mir über ihre emotionale Innenwelt zu sprechen – wow! Ich war etwas sprachlos und wusste gar nicht, ob es an der Zeit ist, mich ebenfalls zu offenbaren. Wir sind nicht alleine!

Gänseblümchen der Woche #92

schöne Momente

Ich bin meiner Pflicht als Bürgerin dieses Landes bereits nachgekommen und war vorhin wählen. Wir vergessen oft, dass es ein Privileg ist, unsere Politik ein Stück weit mitbestimmen zu dürfen. Also nutzt euer Wahlrecht! Danach bin ich eine große Runde spazieren gewesen, weil die Sonne heute so schön scheint. Das Café an unserem kleinen See im Stadtteil hat sogar ihren Grill aufgestellt. Ich hatte ewig keine Bratwurst mehr und konnte daher nicht widerstehen. Dazu gab es eine Fassbrause Waldmeister. Diese Geschmacksrichtung kannte ich noch nicht, war aber ultra lecker. Eine gute Alternative zu Limonade! Auf dem Weg um den See …

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Therapiedesaster

Eigentlich wollte ich heute meine Unzufriedenheit in der Therapie ansprechen. Eigentlich… Diese Unzufriedenheit wurde mir nach der letzten Sitzung so richtig bewusst. Ich ging aus der Praxis und dachte „Wieder eine total sinnlose Stunde…“, schrieb aber einer Freundin „Therapie war heute richtig gut!“. Erst hinterher dämmerte mir, wie sehr ich mich gerade selbst betrüge. Ich versuchte all meinen Frust zu verbergen. Bloß keinen Anlass geben, mich nicht mehr zu mögen. Ich hatte im letzten dreiviertel Jahr nur in unregelmäßigen Abständen Termine, weil meine Therapeutin offiziell in Elternzeit war. Mir war von Anfang an bewusst, worauf ich mich einlasse. Es kam für …

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Ist Müdigkeit ein Gefühl?

Seit ungefähr einem Jahr tracke ich meine Stimmung in einem Bullet Journal. Dabei benutze ich sechs Farben, um meine Befindlichkeit einordnen zu können. Von sehr gut bis am Boden zerstört. Als ich damit anfing, stieß ich recht schnell auf ein Problem. Wenn ich kurz vor dem Schlafen gehen meine Stimmung in das entsprechende Kästchen malte, ließ ich mich sehr stark von den vorherrschenden Gefühlen leiten. War ich abends traurig, genervt oder mies drauf, dann stempelte ich direkt den ganzen Tag ab. Meine Therapeutin meinte, ich solle doch den Tag in drei Einheiten einteilen – morgens, mittags und abends. Das funktioniert ganz …

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Was euch hier erwartet

Die Website MyTherapyApp hat mich neben wirklich großartigen Bloggerkollegen, wie z. B. Herr Bock, Nora Fieling oder Fräuleins wunderbare Welt, als einen der besten Blogs für Depressionen 2017 gekürt. Damit ich diesem Titel gerecht werden kann, möchte ich zukünftig gerne neben den Gänseblümchen der Woche wieder mehr persönlichere Beiträge schreiben. Dafür brauche ich jedoch eure Hilfe. Was möchtet ihr gerne von mir erfahren? Meine ersten Wege mit der Depression? Meine Therapieerfahrungen (ambulant, Klinik und Tagesklinik)? Meine aktuelle Verhaltenstherapie? Mein beruflicher Weg mit der Erkrankung? Mein Umgang mit depressiven Phasen? Meine Notfallhilfen? Mein Sicherheitsnetz? Meine Erfahrungen mit Antidepressiva? Die Depression ist …

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Gänseblümchen der Woche #91

schöne Momente

Meine Pflicht im Haushalt ist erledigt, ich habe Sport gemacht, bin frisch geduscht und die Sonne scheint – perfekte Zeit für meine Gänseblümchen der Woche! Auf der Arbeit läuft es gerade echt ganz gut. Die Woche war zwar sehr stressig, da einige Kollegen krank sind, aber wie ich schon letzte Woche schrieb, lebe ich mich dort immer mehr ein. Mit den Klienten komme ich soweit gut klar und ich bekam schon das ein oder andere Lob – sowohl von Klienten als auch von Kollegen. Jetzt muss ich nur noch der leisen Stimme in meinem Hinterkopf, die dem ganzen noch nicht …

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Gänseblümchen der Woche #90

schöne Momente

Es gibt wieder ein Gänseblümchen der Woche! Letzte Woche war ich leider außer Gefecht gesetzt, weil ich kurz vor dem Wochenende noch einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit hatte, was mich komplett aus all meinen Routinen gerissen hat. Umso schöner ist es, dass es mir wieder besser geht. Meine Halswirbelsäule hat zum Glück doch nicht so viel abbekommen wie befürchtet und meine Hämatome am Arm – ich sah aus als hätte mich jemand verprügelt – bilden sich ebenfalls zurück. Ab Dienstag habe ich mich kurzerhand wieder als einsatzbereit für die Arbeit erklärt. So langsam gewöhne ich mich auch in …

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