Gänseblümchen #37

Meine Woche war ziemlich anstrengend – gedanklich und körperlich. Heute melden sich meine typischen (Spannungs-)Kopfschmerzen auch wieder einmal zu Wort. Ich möchte jedoch das Gänseblümchen der Woche nicht unter den Tisch fallen lassen. Dafür ist es mir einfach zu wichtig; denn egal wie energieraubend eine Woche gewesen ist, gibt es doch immer wieder kleine Highlights.

Worüber ich mich sehr gefreut habe war das Weiterkommen unserer Nationalmannschaft. Ich bin ja sonst kein großer Fußballfan, aber zu EM und WM Zeiten fiebere ich jedes Mal mit meinen zwei Lieblingen (Deutschland und Spanien) mit. Nachdem die Italiener schon meine muchachos rausgeschmissen haben, bin ich mehr als erleichtert, dass die Deutschen nach diesem Krimi weiter sind. Ich glaube ich habe lange Zeit nicht mehr so mitgefiebert und meinen Daumen halb zerquetscht.

Ein weiteres Gänseblümchen erhielt ich durch eine ehemalige Mitstudentin, mit der ich nur noch wenig Kontakt habe. Bei ihrem Träger werden zur Zeit wieder Sozialarbeiter gesucht. Also habe ich die Gelegenheit direkt beim Schopfe gepackt und mich beworben. Am Dienstag darf ich zum Vorstellungsgespräch kommen. Die Chefin war sehr freundlich am Telefon, so dass ich hoffe, endlich eine Zusage zu erhalten.

Am gleichen Tag erhielt ich noch einen Anruf von einer sehr guten Freundin aus WG Zeiten. Wir hatten wieder monatelang nichts von einander gehört. Umso größer war die Freude. Sie hat mir angeboten, meinen Geburtstag mit mir zusammen zu verbringen, wenn ich das möchte. Das ist wirklich ein sehr nettes Angebot, weil ich keine große Feier plane.

Gegen Ende der Woche durfte ich auch das erste Mal bei meiner Maßnahme durch das Jobcenter antreten. Die Frauen waren auf den ersten Blick rech nett und haben mich freundlich aufgenommen. Da ich über eine Warteliste nachgerückt bin, kam ich in eine bereits bestehende Gruppe. Seltsamerweise war die Angst vor versammelter Mannschaft vorgestellt zu werden gar nicht so groß.

Was war euer Gänseblümchen in dieser Woche?

Hier könnt ihr nachlesen, was es mit dem Gänseblümchen der Woche auf sich hat. Ihr seid herzlich eingeladen daran teilzunehmen.

10 Gedanken zu “Gänseblümchen #37”

  1. Liebe Annie,

    ich drücke dir fest die Daumen für das Vorstellungsgespräch!

    Mein Gänseblümchen war der Besuch bei meiner Familie, wir hatten einfach eine schöne Zeit zusammen.

    herzliche Grüße

  2. Liebe Annie,

    ich denke an dich für das Vorstellungsgespräch!
    Mein Gänseblümchen der Woche war die Nachricht, dass ich einem meiner Schüler weiterhelfen konnte, er hat sich verbessert 🙂

    Herzliche Grüße

    • Danke liebe Nebelherz. Eure Gedanken haben mir geholfen heute nicht so aufgeregt zu sein. Die Gesprächspartnerin war auch sehr freundlich. Sie wird meine Bewerbung erstmal weiterreichen, weil ich für die eigentliche Stelle nicht in Frage komme. Es wäre eine auf 5 Monate befristete Stelle gewesen, in die ich mich noch intensiv ohne Team einarbeiten hätte müssen. Mir wäre jedoch wichtig gerade als Berufsanfängerin in einem unterstützenden Team zu arbeiten. Schauen wir mal ob die Kollegen sich bei mir melden.

  3. Hallo Annie,

    schön, dass alte Kontakte wieder aufgefrischt wurden 🙂

    Für das Vorstellungsgespräch kann ich dir zwar nicht mehr die Daumen drücken, aber ich wünsche dir, dass die Weiterleitung deiner Bewerbung zu einem positiven Ergebnis führt!

    Woraus besteht denn diese Maßnahme?

    Liebe Grüße,

    Alice

    • Danke fürs Daumen drücken. Ich kam nicht früher zum Antworten, weil diese Woche extrem anstrengend und stressig war. Zwei Vorstellungsgespräche, aber noch keine Stelle. Die Maßnahme nennt sich Frauenakademie und richtet sich an Frauen, die wieder in den Beruf einsteigen möchten. Das trifft zwar nicht auf mich zu, aber ich wurde trotzdem angenommen. In den nächsten Tagen plane ich einen Beitrag, in dem ich näher darauf eingehen werde. Kannst du noch so lange warten?
      Komm gut ins Wochenende! Und hey, Ich mag Dich!
      Annie

  4. Mein Gänseblumenbaum war ein mehrstündiger Einsatz als Kameramann. Das habe ich in der Form das erste Mal gemacht. Das war ganz schön krass. Den Ton habe ich auch gleich mit geangelt und damit zwei Jobs auf einmal gemacht. Es gab sehr viel zu lernen. Das ist auch so ein bisschen der Schatten auf dem Gänseblümchenbaum, wie als Musiker auch kenne ich die Schwächen einer jeder meiner Produktionen in- und auswendig. Lernen tut manchmal auch erst mal recht böse weh. Da muss ich üben, gnädig mit mir zu sein. Das nächste Mal wird es besser, eben weil ich lerne. Perfekt? Wird es nie. Denn auch beim nächsten Mal werde ich wieder Dinge finden, … und so weiter. Und mich selbst übertreffen, und dann glücklich sein, und von vorne. Vor meiner Depression hatte ich damit deutlich mehr meinen Frieden, mit diesen Wellenbewegungen des Voraus- und Hinterherseins vor und hinter dem eigenen Anspruch. Als Kreativschaffender sind die ganz normal. Gelassenheit, Amen!

    • Sei trotzdem gnädig mit dir. Neue Aufgaben klappen eben auch nicht immer direkt – du lernst durch die Fehler, die du machst. Aber das weißt du ja sicherlich selbst! Ich finde es toll, dass du offen für neue Experimente bist. Darf ich fragen für welches Projekt du filmen durftest? Hattest du Spaß daran?
      Komm gut ins Wochenende!
      Annie

      • Ich habe zusammen mit einem Kollegen Leute interviewt bei einer Veranstaltung. Für meinen Brotjob. Das war gleich professionell teuer bezahlt, was einen gewissen Druck hervorgerufen hat. Beim Schneiden habe ich gemerkt, dass ich noch viel mehr Zusatzmaterial gebraucht hätte. Das nächste Mal weiß ich das. Aber immerhin, der Ton ist sehr gut geworden. Und es ist auch interessant, was die Leute so zu sagen haben. Für das Inhaltliche war der Kollege zuständig, er ist gelernter Journalist. Aber auch als Kameramann muss man zuhören und die Geschichte schon im Kopf haben, die man hinterher zeigen möchte – auch wenn die gerade erst entsteht. Das ist spannend und cool. Es ist eine Arbeit, die für mich viel mit Im-Moment-Sein zu tun hat.

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