Gänseblümchen der Woche #9

schöne Momente in der Depression

Ich habe wieder angefangen zu lesen, nachdem ich bei Kindle nach Angeboten stöberte. Hauptsächlich Bücher über das Thema Depression – Erfahrungsberichte sowie ‚Romane‘, die jedoch die Gefühlswelt dieser Erkrankung sehr mitfühlend beschrieben. Ein besonderes Buch, welches ich euch weiterempfehlen möchte ist von Kathrin Weßling: Drüberleben – Depressionen sind doch kein Grund traurig zu sein. Eigentlich bin ich gar kein Freund des ebooks, sondern halte viel lieber ein richtiges Buch in der Hand. Sobald ich einen Buchladen betrete, könnte dies zu einer Bedrohung meines Kontostands werden, denn für ein gutes Buch würde ich sogar mein letztes Hemd verkaufen. Lesen war für mich schon …

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Gänseblümchen der Woche #8

schöne Momente in der Depression

Als ich am Mittwoch nach der Hyposensibilisierung meine 30-minütige Wartezeit absaß, kam eine Familie mit Kind und Kegel in die Praxis. Die Kleinste krabbelte auf die Bank zu, auf der ich saß, zog sich hoch und lachte sich kaputt. Ich konnte nicht anders als mit ihr zu reden: „Hui, du kannst ja schon an der Bank laufen!!“ – sie lachte und krabbelte mithilfe ihrer Mama auf die Bank. Ich fragte wie alt die Kleine sei – nächsten Monat ein Jahr. Kinder sind echt etwas Schönes! So unbefangen, frei und haben großes Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Wenn ein Kind auf die verdammt …

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Der freie Fall

… und zurück Die letzten Tage waren turbulent. Ich bin gefallen, eine dunkle Ewigkeit lang, während mir der Fallwind durch die Haare wirbelte. Ich war verzweifelt, konnte nichts tun, denn wenn du fällst, dann fällst du und fällst und fällst und wünschst dir einen Boden, der dich auffängt, egal wie schmerzhaft. Ich dachte es würde nie wieder enden, obwohl ich diese dunklen Tiefen kenne und es besser wissen müsste. Von jetzt auf gleich, nur ein Wimpernschlag von der Unendlichkeit entfernt, war da plötzlich ein Ende. Ich stand wieder auf festem Grund, versuchte, mich zu orientieren, konnte nichts sehen, während mich in …

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Gänseblümchen der Woche #7

schöne Momente in der Depression

Angesichts der schrecklichen Anschläge in Paris fällt es mir natürlich schwer, mein Gänseblümchen der Woche zu präsentieren. Dennoch möchte ich einem schönen Moment dieser Woche Beachtung schenken, denn es sind doch genau diese Kleinigkeiten, die uns in dieser traurigen Zeit Hoffnung geben. Nach über einem Jahr durfte ich eine gute Freundin wieder treffen. Sie ist für mich in der Zeit, in der wir zusammengelebt haben wie eine Schwester geworden. Es gab bisher nur sehr wenige Menschen in meinem Leben, denen ich mich in kürzester Zeit so verbunden gefühlt habe. Deshalb war es umso schöner, wieder einmal etwas gemeinsam unternommen zu haben. …

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Werd‘ endlich aktiv!

bei Depressionen aktiv werden

Jeder, der einmal in seinem Leben eine Depression hatte oder Menschen mit einer depressiven Erkrankung kennt, weiß wie erdrückend ein stinknormaler Tag sein kann. Das Bett erscheint als der friedlichste Ort der Welt. Alles andere wirkt total sinnlos! Gerade deshalb ist es umso wichtiger aktiv zu werden – so wenig machbar es sich auch anfühlen mag. Meine Therapeutin und ich arbeiten an diesem wichtigen Punkt. Ich soll in die Aktivität gehen – soziale Kontakte aufbauen, mit Freunden treffen, mich sportlich betätigen – auf gut Deutsch: Hintern hoch, Depression zu Hause auf dem Sofa lassen und raus in die Welt! An Ideen mangelt …

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Gänseblümchen der Woche #6

schöne Momente in der Depression

Mein Gänseblümchen der Woche war schon am Montag – gleich zu Wochenbeginn! Ich war seit dem Abschluss meines Studiums das erste Mal wieder mit meinen zwei Unimädels unterwegs. Stundenlang zusammensitzen, reden, diskutieren, dazu etwas essen und trinken in einem sehr netten Café. Ein Sozialkontakt, der mir gut tat – darauf musste mich meine Therapeutin am Mittwoch erstmal hinweisen. JA, da hat sie Recht und gerne mehr solcher positiver Erfahrungen 🙂 Was war euer schönster Moment der Woche?

Träumen ist erlaubt

In einer meiner Facebook Gruppen kam von einem User die Frage, ob wir noch (Lebens-)Träume oder Wünsche haben. Darüber denke ich aktuell hin und wieder nach, denn ich bin in einem Alter, in dem es selbstverständlich ist, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Wohin soll also mein Leben führen? Welche Träume sollte ich verfolgen, welche aufgeben? Innerhalb eines therapeutischen Fragebogens wurde mir mal die Frage gestellt, wie ich mir vorstellen könnte zu leben. Wie soll meine Wohnsituation aussehen? Stadt oder Land? Allein, Partner oder WG? Mit Tieren oder ohne? Einer meiner größten Träume wäre eine kleine Gemeinschaft mit engen Freunden …

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