Auch kleine Schritte…

führen zum Ziel!

Solche kleinen Schritte muss ich im Moment tun, damit ich meinen Alltag einigermaßen geregelt bekomme. Schon so einfache Dinge wie einkaufen können mich ziemlich überfordern.

Eine meiner typischen Gedankenketten am frühen Morgen:
„Mist ich müsste ja einkaufen, damit ich etwas kochen kann“ – „Dafür solltest du zuerst einmal überlegen, was du überhaupt kochen willst“ – „Die Küche ist nicht aufgeräumt; wie soll ich in dem Chaos kochen?“ – „Geduscht bin ich auch nicht und mit fettigen Haaren gehe ich nicht aus dem Haus“ – „Bleib am besten im Bett liegen“

Zum Glück gebe ich diesem Endgedanken an keinem einzigen Tag nach, denn damit würde ich eine Tür durchschreiten, die nach dem Passieren wie von Geisterhand verschlossen wäre. Meine Schuldgefühle treiben mich jedesmal wieder aufs Neue aus dem Bett; nicht zu vergessen (mit Augenzwinkern an meine Therapeutin):  auch meine positiven kognitiven Fähigkeiten, die mir gut zureden und Mut machen. Wie mir das gelingt hatte ich schon einmal in diesem Beitrag geschrieben.

Während meines Frühstücks, legte ich mir eine Tagesliste an, auf der ich Mini-Aufgaben für heute festlegte. Dieses Prinzip (oder ist es eher eine Strategie?!) kenne ich bereits aus der Therapie und aus der eigenen Arbeit mit Klienten. Ganz am Ende steht ein großes Ziel, auf das wir Tag für Tag zusteuern. Dieses Ziel kann nun so riesig sein, dass es sinnvoller ist Teilziele zu formulieren, die wiederum in noch kleinere Schritte gegliedert werden können. Auf meinem Zettel standen solche Dinge wie in der Küche den Müll wegräumen, duschen oder auch Schlafzimmer durchsaugen (Mindestanforderung – wenn mehr geht, dann auch mehr).

Abhaken = ein tolles Gefühl!

Die Aufgaben sind für mich so klein gehalten, damit ich sie relativ einfach und schnell erledigen kann. Innerhalb einer Stunde war ich mit fast allen Dingen im Haushalt fertig und konnte jeden einzelnen Punkt mit einem roten Stift durchstreichen. Natürlich geht so etwas nicht ohne die Stimme in meinem Hinterkopf, die wieder einmal der Ansicht ist, das wäre jetzt nicht gerade ’ne großartige Leistung. Ich höre sie, versuche ihr jedoch nicht so viel Raum zu geben. Stattdessen spüre ich in das gute Gefühl, welches mir die durchgestrichenen Worte geben. Geplant – und geschafft! Ich bin schon ein wenig stolz auf mich, egal was du sagst!

Wie motiviert ihr euch eure kleinen oder auch größeren Aufgaben anzugehen? Braucht ihr viel eigenen Zuspruch oder läuft es quasi wie von selbst?

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: