Die Sache mit den Listen

Des einen Segen, des anderen Gräuel – To Do Listen
Für manche Menschen, auch für mich, sind sie ein sehr hilfreiches Instrument, sich zu strukturieren und nichts zu vergessen. Dann gibt es wiederum diejenigen, die mit solchen Listen rein gar nichts anfangen können.

Ich habe mir heute seit längerem wieder einmal eine To Do Liste und einen Wochenplan für die kommende Woche angefertigt. In den letzten Jahren habe ich einige unterschiedliche Formate an Listen ausprobiert – unsortierte, nach Wichtigkeit sortierte oder kleine Kärtchen, die ich je nach Dringlichkeit in drei Stapel aufteilte. Am Effektivsten ist für mich die nach Wichtigkeit sortierte Liste. Apps für das smartphone bringen mir dagegen rein gar nichts. Ich neige dazu, unangenehme Dinge einfach wegzuklicken und nicht mehr anzuschauen. Ich benötige meinen Plan auch direkt vor Augen. Am besten dort, wo ich mich im Laufe des Tages am meisten aufhalte.

Normalerweise bestanden meine Wochenpläne darin, ein Blatt Papier zu schnappen und in Krakelschrift eine grobe Übersicht zu machen. Heute kam mir der Gedanke ich könnte mir etwas mehr Mühe geben, indem ich meinen Plan am PC mit einer schönen Schriftart und farblich gestalte. Das hat sogar richtig Spaß gemacht! Für jeden Tag in der kommenden Woche nehme ich mir zwei Aufgaben vor, die in absehbarer Zeit erledigt werden sollten. Sicherlich ist es nicht gerade viel, aber so bleibt mir die Möglichkeit, je nach Energie, etwas mehr zu erledigen. Falls ich einen Tag nicht alles schaffen sollte, wäre es nicht weiter dramatisch, da ich in kleinen Schritten plane.

Viele Menschen, die Listen benutzen, berichten von einem erleichternden Gefühl, wenn sie ihre erledigten Aufgaben abhaken oder durchstreichen. Ich bin nicht sicher, ob es bei mir auch eine gewisse Erleichterung gibt. Sobald ich eine Aufgabe erledigt habe, streiche ich diese durch. Und natürlich ist es schön zu sehen, wenn alle Aufgaben eines Tages abgestrichen sind. Allerdings besteht bei mir das Bedürfnis meinen Erfolg mitteilen zu wollen, jemanden zeigen zu wollen und ein „hey, das hast du gut gemacht Annie“ zu hören. Nur, hier ist keiner. Also muss ich lernen, mir selbst auf die Schulter zu klopfen und mich zu loben. Gar nicht so einfach ohne Anerkennung von außen!

Ein kleiner Versuch ❀
Annie, ich bin stolz auf dich, dass du dir heute einen Wochenplan und eine übersichtliche To Do Liste erstellt hast! Außerdem ist es wirklich toll, die Anrufe bei den Therapeuten nicht weiter aufgeschoben zu haben. So konntest du dir einen Plan mit allen Sprechzeiten anlegen und sicherlich wirst du kommende Woche schaffen, die ein oder andere Praxis anzurufen! Die Wäsche ist auch gewaschen und aufgehängt! Du hast alles Geplante für heute erledigt!

Okay, vielleicht ist es besser mich nicht mit „du“ anzusprechen sondern aus der Ich-Perspektive zu schreiben?
Übrigens – ich freue mich über jeden Zuspruch, den ich bekommen kann!

7 Gedanken zu “Die Sache mit den Listen

  1. Hallo Annie,solche Listen können wirklich eine Struktur ins Leben bringen und es geordnet erscheinen lassen und auch sein.Ich persönlich kann nichts damit anfangen, weil ich sogar vergesse solche Listen zu machen *gg*Bin der chaotische Ordnungsfreak ;-)Schönen Tag noch.LG Tanja

    • Liebe Tanjajeder hat ja seine eigenen Strategien den Überblick zu bewahren! Ich finde eine "chaotische Ordnungsfreakerin" (welch Worterfindung von mir) sehr liebenswürdig 🙂 Solange du den Überblick behälst ist das echt bewundernswert!Annie

    • Hihi ich denke es funktioniert sehr gut. Da ich Mama und Ehefrau bin die arbeitet, muss ich eine gewisse Flexibilität an den Tag legen, diese würde eine geordnete Liste sofort zunichte machen 😉

    • Liebe Tanjamit Familie ist alles noch einmal etwas turbulenter und du musst dich dann auch wie du schon sagst flexibel richten. Wünsche dir viel Kraft!Annie

  2. Hallo Annie,ist schön das du versuchst mit einer schönen Liste Struktur in deine Tage zu bekommen. Wenn du dann 1 oder 2 Dinge abgestrichen hast, erleichtert das doch auch den Tag und nimmt den Druck ein wenig (wenn es denn wichtige Dinge waren).Ich selber hab es immer wieder probiert und es letztendlich aufgegeben. Nur Termine die ich einhalten muss, trage ich in meinen Google Kalender ein, den ich meistens vergesse aufzurufen.LG Ede

  3. Lieber Ede Petergenau wie bei dir vergesse ich digitale Erinnerungen in Kalender oder Apps sehr schnell. Deshalb auch wieder auf die altmodische Art! Solange du alle wichtigen Termine (die wirklich wichtigen) im Kopf hast und einhälst, ist es doch auch soweit ok!Annie

  4. Hallo Annie,hast du toll gemacht mit der Liste. Zwei Punkte für einen Tag scheint mir auch eine gute Wahl. Ich weiß noch, als meine Mutter im Sterben lag, hat mein Vater sich Listen gemacht mit, aus der Erinnerung gefühlt, um die 8 Punkte. Natürlich völlig unmöglich in so einer Krise so viel zu schaffen. Manchmal unmöglich überhaupt irgendetwas zu schaffen. Zwei ist gut, finde ich. Es ist etwas geschafft und immer noch Spielraum. :-)Übrigens gab es neulich auf 3Sat die Doku "Verspielte Welt – Gamification unseres Lebens", rund um das Thema Spiele und durch Spiele zu motivieren, unangenehme Aufgaben zu einem Spiel zu verwandeln… Fand ich sehr interessant zu sehen.Gibt es aktuell (noch) auf youtube hier (58 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=aWy2ToZsj9wlg sarah

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