Aufbruch

Heute war schon der zweite Termin mit meiner neuen Betreuerin und ich wollte längst darüber berichtet haben. Zuerst einmal: Ich bin mir selbst so so dankbar, dass ich den Mut hatte, mich nach einem neuen Träger umzuschauen. Und es brauchte verdammt viel Mut! Die Angst vor der Unsicherheit war wieder einmal groß. Sobald ich nicht absolut sicher bin, eine ‚gute‘ Entscheidung zu treffen, verharre ich lieber. Selbst dann noch, wenn es mir eigentlich schon nicht mehr gut tut. Es verging ein Jahr des Haderns und Zweifelns, bevor ich diesen wichtigen Schritt gehen konnte. Mit der Hilfe meiner wundervollen Ergotherapeutin habe …

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Stress im Kopp

Ich mache mir mal wieder selbst viel zu viel (unnötigen) Stress. Diese Woche habe ich echt viele Termine, für die ich aus dem Haus muss. Volle Bahnen, volle Stadt – überall zu viele Menschen. Das kostet mich ne Menge Kraft. Und dann sitzt mir auch noch ständig mein Herr Kritiker im Nacken. Wegen des Haushalts… Heute nölt er schon den ganzen Tag herum. In der Küche fliegen die Krümel auf der Arbeitsplatte rum, der Boden ist voller Wasserflecke und das Bad müsste auch mal wieder geputzt werden! Was soll bloß die neue Betreuerin morgen denken? Mir ist klar, dass meine …

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Einmal anders

Seit meinem letzten Beitrag ist eine Menge Zeit vergangen. Und es fällt mir schwer, den Anschluss zu finden. Wobei ich gar nicht weiß, ob ich das wirklich möchte. Wieder mehr bloggen auf alle Fälle, aber den Anschluss finden?! In meinem Leben verändern sich gerade einige wichtige Dinge. Und so gut es sich auch anfühlt, um so mehr entwachse ich alten Gewohnheiten. Hier gab es bisher hauptsächlich Themen rund um meine psychischen Erkrankungen, weil sie sehr lange Zeit im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit standen. In den letzten Monaten habe ich jedoch zunehmend bemerkt, dass ich der „Psychobubble“ langsam entwachse. Mein Leben besteht …

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Drei Schritte vor und einen zurück

Handwerker in der Wohung. Das ist ja überhaupt nicht mein Ding! Jedes Mal ein ungewolltes Eindringen in meinen sicheren, kontrollierbaren Bereich. Ist die Person einmal drin, legt sich bei mir ein Schalter um. Wie ein Chamäleon passe ich mich allem an und lasse zu, dass ich meine Bedürfnisse völlig ignoriere. Egal, was ich mir vorher vorgenommen habe, ich tu es einfach nicht. Aus Angst? Aus Scham? Aus Überforderung? Wenn ich dann auch noch zugeschwafelt werde oder die Person sich nicht die aktuellen Bestimmungen hält (Abstand, Maskenpflicht), wird es kompliziert. Die Anspannung steigt. Ich möchte nur noch fliehen. Oder den Handwerker …

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Zerplatzte Hoffnung!?

Ich habe heute das erste Mal bewusst festgestellt, dass sich Sonntage irgendwie leichter anfühlen als der Rest des Wochenendes. Meistens gehe ich schon mit einem riesigen Überforderungsgefühl in den Samstag, weil mein innerer Kritiker mir Druck macht, alles aufholen zu müssen, was unter der Woche liegen geblieben ist. Totaler Bullshit! Und trotzdem sitzt es mir im Nacken. Während der Samstag sich elendig nach Versagen anfühlt, ist der Sonntag urplötzlich leichter. Befreiter. Flexibler. Selbst die Stimme des Kritikers ist leiser; so als hätte jemand die Lautstärke heruntergedreht. Es ist ein Durchatmen, Kraft tanken und neu Ausrichten. Den Fokus nach vorne – …

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Null-Bock-Toleranz

Heute habe ich mir erlaubt, einen richtig faulen Sonntag zu machen. Natürlich nicht ohne Gegrummel aus dem Innen. Mein Kritiker nörgelt, dass ich doch diese Woche das Bad putzen wollte. Immerhin sei doch ‚Badezimmerwoche‘ gewesen und das Bad immernoch nicht geputzt. Ja, lieber Herr Kritiker, manchmal darf ich vom Plan abweichen. Einfach, weil ich es kann 😎 und weil ich diesen ruhigen Tag gerade brauche. Mein Körper ist müde. Durch das frühere Aufstehen, bekomme ich weniger Schlaf als ich brauche. Am Freitag Nachmittag konnte ich mich dann nicht mehr wach halten. Egal, wie sehr ich mich angestrengt habe, meine Augen …

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Es ist Januar

Die erste Woche des neuen Jahres ist schon vorbei und sie war ‚anders‘ als ich mir das vorgestellt es geplant hatte. Nachdem ich Weihnachten und Silvester im absoluten Gammelmodus verbracht habe, war ich froh, nun endlich wieder ein wenig Struktur in meinen Alltag zu bekommen. Mein Schlafrhyhtmus ist nämlich völlig dahin. Ich schlafe sehr spät ein und komme ohne äußere Verpflichtungen nicht aus dem Bett. Da kann ich mir den Wecker noch so oft stellen. Sobald er klingelt, scheiß ich drauf! Und dass ich nicht schon wieder um 23 Uhr einschlafen kann, wenn ich erst nachmittags aufgestanden bin, ist auch …

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