An der Klippe

Ich bin gerade unheimlich froh, dass ich wieder etwas Kraft habe, um meinen Haushalt aufzuräumen. Denn mir geht es nicht gut. Und dass nicht erst seit gestern. Ich habe diese Krise kommen sehen, aber wollte sie nicht richtig wahrhaben. Schließlich weiß ich doch, wie man mit Krisen umzugehen hat – habe die nötigen Tools an der Hand. Und ja, ich kann mit vielen Situationen schon deutlich besser umgehen als früher. Ich erkenne meine alten Muster, steuere dagegen und versuche den gesundenen Erwachsenen zu stärken. Allerdings kostet es mich wahnsinnig viel Kraft. Kraft, die mir dann wiederum im Alltag fehlt. Für …

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Heimatbesuch

Ich war über das Wochenende nach langer Zeit mal wieder in meinem Elternhaus und ich habe lange mit mir gerungen, ob ich hinfahren soll. Der Ort meiner Kindheit ist kein Platz, an dem ich gerne bin. Aber mein Vater hatte Geburtstag und wünschte sich, dass seine Familie mal wieder beieinander ist. Ihm geht es körperlich nicht gut. Das Alter zollt seinen Tribut. Nächstes Jahr wird er schon 80! Das ist echt unglaublich. Ich weiß noch, wie ich als Kind auf dem 80. Geburtstag meines Opas gewesen bin. Zwischen all den ‚uralten‘ Leuten. Und jetzt gehört mein Vater schon dazu. Mir …

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Kein Zutrauen

Manchmal denke ich, dass ich ‚einfach‘ nur eine Entscheidung treffen und ins Handeln kommen muss, damit mein Leben anders wird – besser wird. Natürlich ist das zu kurz gedacht. Hinter jeder Entscheidung stecken Gefühle, Gedanken und vor allem Zweifel. Zweifel an der Entscheidung selbst und Zweifel an mir. Es gibt jedoch diese Tage, an denen ich voller positiver Energie eine Idee nach der nächsten entwickele. Ideen, die mich in genau diesem Augenblick total begeistern. Aber auch zu 99,99% niemals umgesetzt werden, weil sie am nächsten Tag schon wieder unwichtig geworden sind. Oder eher unvorstellbar?! Unerreichbar?! An Ideen mangelte es mir …

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Akzeptanz

Seelenbeitrag Tag 19 Heute ist schon der letzte Tag im Juni und damit auch der letzte Tag meiner selbstgewählten Challenge. Ab der Mitte des Monats lief hier gar nichts mehr nach Plan. Aber vlt. ist es genau das, was ich noch lernen darf. Dass eben nicht immer alles nach Plan laufen muss. Dass es chaotisch sein darf. Dass es abwechslungsreich sein darf. Und nichts davon ist wirklich schlecht (immer diese Bewertungen). In den letzten beiden Wochen habe ich mich sehr in Akzeptanz geübt. Etwas anderes blieb mir teilweise auch gar nicht übrig. Mein Körper gibt gerade den Rhythmus der Tage …

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Normalität

Seelenbeitrag Tag 18 Heute Mittag saß ich an meinem Schreibtisch und habe überlegt (Freudscher Versprecher am Start: überlebt), was mich gerade mehr belastet. Meine körperliche Verfassung oder meine Psyche. Natürlich kann ich das Eine nicht von dem Anderen trennen. Geht es mir körperlich schlecht, leidet auch meine Stimmung enorm. Und umgekehrt. Vor dem Wochenende war ich noch guter Dinge, dass es langsam wieder bergauf geht. Die Impfstrapazen waren überstanden und ich dachte, dass ich jetzt wieder ein wenig Planung in mein Alltagschaos bringen kann. Tja, zu früh gefreut. Pünktlich in der Mitte meines Zyklus meldete sich die Migräne. Und es …

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Zusammenbruch

Seelenbeitrag Tag 17 Ehrlich gesagt weiß ich gerade gar nicht, wie ich anfangen soll. Es war hier über eine Woche still, was definitiv nicht so geplant war. Ich bin in dieser Woche körperlich und seelisch zusammengebrochen. Mein ganzer (Gedanken-)Stress hat sich genau dann entladen, als mein Körper schon geschwächt am Boden lag. Ich möchte gar nicht zu sehr ins Details gehen, weil das nicht wichtig ist, um Zusammenhänge zu verstehen. Spontane Veränderungen von Terminen. Pläne, die dadurch durcheinander geraten sind. Ängste vor körperlichen Symptomen. Eine starke Impfreaktion. Weitere Ängste. Dissoziation, Verzweiflung, Ohnmacht. Und zwischendurch immer wieder Aggression. Ein Hin und …

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Erkenntnisreich

Seelenbeitrag Tag 16 Die Hitze macht mich fertig. Ich merke gerade noch einmal mehr, wie stark mich mein derzeitiges Übergewicht einschränkt. Vorhin saß ich am PC und hatte urplötzlich einen Puls von 140, was mir unglaubliche Panik gemacht hat. Vermutlich habe ich einfach zu wenig getrunken. Deshalb steht das Wasserglas jetzt in sichtbarer Reichweite. Mein Herr Kritiker sitzt mir auch schon wieder den halben Tag im Nacken. Er ist der Ansicht ich habe nach meinen Terminen heute morgen nur noch ‚faul rumgelungert‘. Dabei gäbe es doch genügend zu tun. Aber weißt du, lieber Herr Kritiker, es ist völlig in Ordnung, …

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