Achtsame Augenblicke

An manchen Tagen fällt es mir besonders schwer, achtsam zu sein. Heute ist so ein Tag. Auf dem Weg zum Park habe ich schon nach ein paar Metern bemerkt, dass ich nicht so ganz da bin. Die Umgebung waberte in einem bunten Matsch um mich herum und die Konturen der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen verschwommen zu einer anonymen Masse. In diesen Momenten kann ich noch so sehr wollen, im Hier und Jetzt zu sein, es klappt einfach nicht. Kein Wunder! Was klappt schon mit einem derart großen Druck?! Früher habe ich mich regelmäßig dafür fertig gemacht. Mittlerweile versuche ich stattdessen, mich …

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Leiste etwas

Mir passiert gerade auf Mastodon dasselbe wie vorher schon auf Instagram. Ich setze mich zunehmend unter Druck. Mithalten zu müssen. Präsenz zeigen zu müssen. Immerzu vergleiche ich mich mit den Anderen. Diejenigen, die dort mehr Zeit investieren. Aktiv in Gespräche eingebunden sind. Längere und bessere Antworten geben als ich. Und im Umkehrschluss natürlich auch entsprechende Reaktionen zurückbekommen. Ich glaube es fing mit der Twitterwelle im April an. Auf einmal fluteten massig neue Accounts unsere kleine Mastodonwelt. Und natürlich war ich zuerst total euphorisch. Gleichzeitig wurde es mir aber auch zu schnell zu viel. Ich hatte den Anspruch, wirklich jede*n Neue*n …

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Im Park

Ich sitze hier gerade mit meinem Milchkaffee, knabbere seit langer Zeit mal wieder an Manner Waffeln und möchte gerne ein paar Eindrücke von meinem Spaziergang mit euch teilen. Die letzten beiden Tage war ich wegen meiner Migräne gezwungen, in meiner Wohnung zu bleiben. Danach drängt es mich jedes Mal aufs Neue nach Draußen. Und nachdem ich heute vormittag wirklich schwer aus dem Bett gekommen bin, weil ich letzte Nacht anstrengenden Müll geträumt habe, tat mir das Gehen heute besonders gut. Manchmal ist MACHEN doch besser als zu lange darüber nachzudenken! Anfangs hatte ich noch Seelenmusik auf den Ohren (Two Steps …

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Der Marsch der Worte

Ich hatte mich total gefreut, endlich mal wieder mit meiner Ergo und ihrer Hündin spazieren zu gehen, aber ausgerechnet heute hat Frau H. sie bei ihrem Mann im Home Office gelassen. Sie meinte jedoch, dass wir ja auch ohne Hund rausgehen könnten. Mein erster Impuls war „Nö, ohne Hund ist ja doof!“, aber als ich ein paar Sekunden darüber nachgedacht habe, fand ich die Idee gar nicht mehr so schlecht. Wir liefen also los und ich fing an, ihr von meinem letzten Therapietermin zu erzählen. Von der verlängerten Sitzungszeit, die meine Therapeutin und ich uns jetzt so oft wie möglich …

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Aufbruch

Heute war schon der zweite Termin mit meiner neuen Betreuerin und ich wollte längst darüber berichtet haben. Zuerst einmal: Ich bin mir selbst so so dankbar, dass ich den Mut hatte, mich nach einem neuen Träger umzuschauen. Und es brauchte verdammt viel Mut! Die Angst vor der Unsicherheit war wieder einmal groß. Sobald ich nicht absolut sicher bin, eine ‚gute‘ Entscheidung zu treffen, verharre ich lieber. Selbst dann noch, wenn es mir eigentlich schon nicht mehr gut tut. Es verging ein Jahr des Haderns und Zweifelns, bevor ich diesen wichtigen Schritt gehen konnte. Mit der Hilfe meiner wundervollen Ergotherapeutin habe …

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Stress im Kopp

Ich mache mir mal wieder selbst viel zu viel (unnötigen) Stress. Diese Woche habe ich echt viele Termine, für die ich aus dem Haus muss. Volle Bahnen, volle Stadt – überall zu viele Menschen. Das kostet mich ne Menge Kraft. Und dann sitzt mir auch noch ständig mein Herr Kritiker im Nacken. Wegen des Haushalts… Heute nölt er schon den ganzen Tag herum. In der Küche fliegen die Krümel auf der Arbeitsplatte rum, der Boden ist voller Wasserflecke und das Bad müsste auch mal wieder geputzt werden! Was soll bloß die neue Betreuerin morgen denken? Mir ist klar, dass meine …

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Einmal anders

Seit meinem letzten Beitrag ist eine Menge Zeit vergangen. Und es fällt mir schwer, den Anschluss zu finden. Wobei ich gar nicht weiß, ob ich das wirklich möchte. Wieder mehr bloggen auf alle Fälle, aber den Anschluss finden?! In meinem Leben verändern sich gerade einige wichtige Dinge. Und so gut es sich auch anfühlt, um so mehr entwachse ich alten Gewohnheiten. Hier gab es bisher hauptsächlich Themen rund um meine psychischen Erkrankungen, weil sie sehr lange Zeit im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit standen. In den letzten Monaten habe ich jedoch zunehmend bemerkt, dass ich der „Psychobubble“ langsam entwachse. Mein Leben besteht …

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